Camping, Vanlife

Naturzeit im Campervan

Vanlife im Baltikum

Reisen im Bulli oder einem anderen Campervan mit wenig Stauraum

Wir schreiben Wanderführer für den Naturzeit Verlag und Wohnmobilreiseführer für den WOMO Verlag. Durch die Recherche für unsere Bücher sind wir viel unterwegs und leben inzwischen etwa ein Drittel des Jahres im Campervan. Dabei sind wir fast jeden Abend an einem anderen Platz. Wir fahren einen Ford Nugget mit Hochdach, der mit fünf Metern Länge und knapp zwei Metern Breite die Maße eines großen PKWs aufweist und exakt so groß ist wie der legendäre VW. Er passt auf einen normalen PKW-Parkplatz und fast jede schmale Bergstraße, nur Höhenschranken bremsen uns aus. Auf das Hochdach wollen wir aber trotzdem nicht verzichten.

Frühstück mit Ausblick
Frühstück in der Bustür mit bestem Ausblick

Wir haben aus Überzeugung einen kleinen Campervan entschieden, auch wenn ein größeres Fahrzeug manchmal bequemer wäre. Wir leben gerne nahe an der Natur und der Sitzplatz in der Schiebetür ist vor allem bei Parkplätzen mit grandioser Aussicht extrem geliebt. Selbst wenn an kühlen Tagen der Tisch im Bus gemütlicher ist, als der vor der Tür, fühlt sich dieser mit offener Schiebetür ein wenig nach draußen an. Für uns persönlich ist unser handlicher Bus zur Zeit der perfekte Kompromiss zwischen geschütztem Raum und dem Leben in der Natur.

Camperromantik
Die Stühle müssen nicht immer direkt vor dem Camper stehen. Sind sie handlich genug, kann man sie auch schnell mal zum Meer hinübertragen.

Unser Wohnraum im Fahrzeuginneren besteht inklusive Fahrerhaus aus knapp 10 Quadratmetern. Dazu kommt das Klappbett im Hochdach mit einer Breite von 1,40 Metern, das wir unterwegs nicht zusammenklappen, sondern auch tagsüber als »zweite Etage« nutzen.

Weniger ist mehr

Auf so engem Raum zu leben und zu arbeiten macht jegliche Räumerei extrem lästig. Unser wichtigstes Konzept ist es daher, dass jedes Teil der Ausrüstung seinen Platz hat und greifbar sein muss und das obwohl wir beide sonst eher etwas chaotisch sind. Die Anzahl der Teile, die zum Schlafen oder zum Weiterfahren aus dem Weg geräumt werden müssen, sollten sehr überschaubar bleiben. Das klappt am besten, wenn wir nicht mehr mitnehmen als unbedingt notwendig ist.

So haben wir in den letzten Jahren unsere Ausrüstung immer wieder optimiert. Aussortiert, neue Dinge getestet, den Markt für klappbares und faltbares Campingzubehör gescannt. Weil wir außerdem viel wandern und auf mehrtägigen Touren mit dem Kanu unterwegs sind, muss auch Equipment transportiert werden, das wir nach den gleichen Kriterien auswählen. So besitzen wir inzwischen ein Faltboot und einen Luftkanadier, Rucksäcke und Zelte in verschiedenen Größen, haben meist einen zweiten Kocher für mehrtägige Touren im Auto, die Isomatten stecken in der Fahrertür und Wanderschuhe und Stöcke haben einen festen Platz unter der Sitzbank.

Ein echter Naturzeit-Stellplatz

Die Naturzeit Vanlife-Serie: Basiswissen und Camper-Hacks

Alles was wir in dieser kleinen Vanlife-Serie schreiben und zeigen stammt aus eigener Erfahrung und unserer Praxis. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn es gibt vieles, dass wir noch gar nicht ausprobiert haben.

Die ersten beiden Kapitel und unsere Projekte für 2020 sind bereits online. Der Rest der Serie folgt in den nächsten Wochen.

1. Teil: Naturzeit im Campervan
2. Teil: Kompakte Basisausrüstung im Campervan
3. Teil: Der nützliche Kleinkram
4. Teil: Stauraum erweitern im Campervan
5. Teil: Camper-Hacks für unterwegs
6. Teil: Bulli-Camping im Winter

Die Vanlife-Projekte für 2020 und 2021

>> Online mit dem CamperNet
>> Das Kildwick MiniLoo – eine Trenntoilette als Porta Potti
>> Wasserfilter statt Plastikflaschen

Autorinnenfoto
Das sind wir: links Stefanie, rechts Andrea und im Hintergrund unser Nugget Campervan.

Unsere Bücher

>> Wandern und Entdecken mit der Reihe Naturzeit aktiv
>> Abenteuer und Erholung für Familien aus dem Naturzeit Verlag
>> Unsere Wohnmobilreiseführer aus dem WOMO Verlag