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Vanlife im Baltikum

Naturzeit im Campervan

Reisen im Bulli oder einem anderen Campervan mit wenig Stauraum

Wir schreiben Wanderführer für den Naturzeit Verlag und Wohnmobilreiseführer für den WOMO Verlag. Durch die Recherche für unsere Bücher sind wir viel unterwegs und leben inzwischen etwa ein Drittel des Jahres im Campervan. Dabei sind wir fast jeden Abend an einem anderen Platz. Wir fahren einen Ford Nugget mit Hochdach, der mit fünf Metern Länge und knapp zwei Metern Breite die Maße eines großen PKWs aufweist und exakt so groß ist wie der legendäre VW. Er passt auf einen normalen PKW-Parkplatz und fast jede schmale Bergstraße, nur Höhenschranken bremsen uns aus. Auf das Hochdach wollen wir aber trotzdem nicht verzichten.

Frühstück mit Ausblick
Frühstück in der Bustür mit bestem Ausblick

Wir haben aus Überzeugung einen kleinen Campervan entschieden, auch wenn ein größeres Fahrzeug manchmal bequemer wäre. Wir leben gerne nahe an der Natur und der Sitzplatz in der Schiebetür ist vor allem bei Parkplätzen mit grandioser Aussicht extrem geliebt. Selbst wenn an kühlen Tagen der Tisch im Bus gemütlicher ist, als der vor der Tür, fühlt sich dieser mit offener Schiebetür ein wenig nach draußen an. Für uns persönlich ist unser handlicher Bus zur Zeit der perfekte Kompromiss zwischen geschütztem Raum und dem Leben in der Natur.

Camperromantik
Die Stühle müssen nicht immer direkt vor dem Camper stehen. Sind sie handlich genug, kann man sie auch schnell mal zum Meer hinübertragen.

Unser Wohnraum im Fahrzeuginneren besteht inklusive Fahrerhaus aus knapp 10 Quadratmetern. Dazu kommt das Klappbett im Hochdach mit einer Breite von 1,40 Metern, das wir unterwegs nicht zusammenklappen, sondern auch tagsüber als »zweite Etage« nutzen.

Weniger ist mehr

Auf so engem Raum zu leben und zu arbeiten macht jegliche Räumerei extrem lästig. Unser wichtigstes Konzept ist es daher, dass jedes Teil der Ausrüstung seinen Platz hat und greifbar sein muss und das obwohl wir beide sonst eher etwas chaotisch sind. Die Anzahl der Teile, die zum Schlafen oder zum Weiterfahren aus dem Weg geräumt werden müssen, sollten sehr überschaubar bleiben. Das klappt am besten, wenn wir nicht mehr mitnehmen als unbedingt notwendig ist.

So haben wir in den letzten Jahren unsere Ausrüstung immer wieder optimiert. Aussortiert, neue Dinge getestet, den Markt für klappbares und faltbares Campingzubehör gescannt. Weil wir außerdem viel wandern und auf mehrtägigen Touren mit dem Kanu unterwegs sind, muss auch Equipment transportiert werden, das wir nach den gleichen Kriterien auswählen. So besitzen wir inzwischen ein Faltboot und einen Luftkanadier, Rucksäcke und Zelte in verschiedenen Größen, haben meist einen zweiten Kocher für mehrtägige Touren im Auto, die Isomatten stecken in der Fahrertür und Wanderschuhe und Stöcke haben einen festen Platz unter der Sitzbank.

Ein echter Naturzeit-Stellplatz

Die Naturzeit Vanlife-Serie: Basiswissen und Camper-Hacks

Alles was wir in dieser kleinen Vanlife-Serie schreiben und zeigen stammt aus eigener Erfahrung und unserer Praxis. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn es gibt vieles, dass wir noch gar nicht ausprobiert haben.

Die ersten beiden Kapitel und unsere Projekte für 2020 sind bereits online. Der Rest der Serie folgt in den nächsten Wochen.

1. Teil: Naturzeit im Campervan
2. Teil: Kompakte Basisausrüstung im Campervan
3. Teil: Der nützliche Kleinkram
4. Teil: Stauraum erweitern im Campervan
5. Teil: Camper-Hacks für unterwegs
6. Teil: Bulli-Camping im Winter

Die Vanlife-Projekte für 2020 und 2021

>> Online mit dem CamperNet
>> Das Kildwick MiniLoo – eine Trenntoilette als Porta Potti
>> Wasserfilter statt Plastikflaschen

Autorinnenfoto
Das sind wir: links Stefanie, rechts Andrea und im Hintergrund unser Nugget Campervan.

Unsere Bücher

>> Wandern und Entdecken mit der Reihe Naturzeit aktiv
>> Abenteuer und Erholung für Familien aus dem Naturzeit Verlag
>> Unsere Wohnmobilreiseführer aus dem WOMO Verlag

Camping am See

Unsere Naturzeit »Special Places«

Um unsere Bücher aktuell zu halten, sind wir häufig und lange unterwegs. Wir reisen dabei mit einem kompakten Campingbus und so haben wir im Laufe der Jahre ziemlich viele Campingplätze kennengelernt. Auf vielen haben wir uns wohlgefühlt aber einige mögen wir so sehr, dass wir immer wieder dorthin zurückkehren. Diese ganz persönlichen »Special Places« möchten wir hier mit Euch teilen.

Kamp Klin

Fast alle unsere Lieblingsplätze sind nicht sehr groß und eher einfach. Riesenplätze mit Animation, großem Programm und ADAC Prämierung sind weniger unser Ding. Camping bedeutet für uns an schönen Plätzen möglichst nahe an der Natur zu stehen. Einfache Sanitärausstattung nehmen wir dafür gerne in Kauf.

Ursprünglich war unsere Liste als Top-Ten angedacht, aber schon beim spontanen »Brainstorming« wurde sie immer länger. Wir haben unsere »Special Places« also zur besseren Übersicht unterteilt. Da die Sommerferien vor der Tür stehen beginnen wir mit dem Meer.

10 tolle Campingplätze am Meer

5 naturnahe Campingplätze in den Bergen

5 naturnahe Campingplätze am Fluss

Es warten noch auf euch:

Naturzeit »Special-Places« am See

Aktuelle Informationen per mail

Ab sofort können Sie sich alle neuen Informationen zu Naturzeit Reiseführern kostenlos nach Hause holen. Drei bis vier mal im Jahr informieren wir Sie über Aktualisierungen zu den Büchern und stellen im Frühjahr unsere Neuerscheinungen vor. Außerdem greifen wir Themen rund um das Reisen mit Kindern und besondere Informationen zu unseren Reisezielen auf. Die letzte Ausgabe können Sie hier einsehen.

Selbstverständlich können Sie unseren Newsletter auch jederzeit wieder abbestellen. Über Ihr Interesse und Ihre Anmeldung freuen wir uns sehr.

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kleine helfer

Vanlife-Ausrüstung – kleine Helfer im Campervan

Der zweite Teil der Naturzeit Vanlife-Tipps

Neben der Basis-Ausrüstung wie Tisch, Stühle und Küchenequipment gibt es in den Taschen und Fächern in unserem Campervan noch einige kleine Helfer, die das Camperleben bequemer machen oder uns in Notsituationen aus der Patsche helfen können.

1. Handliches Werkzeug vom Multitool zur Sägekette

Für kleine Reparaturen an der Ausrüstung eignen sich die handlichen Multitools mit Zange, Schraubenzieher und anderen Kleinwerkzeugen. Unseres ist aus dem Discounter und ein bisschen klapprig. Hochwertigere Alternativen gibt es zum Beispiel von Victorinox (das Victorinox Swiss Tool Spirit Plus würde uns gefallen), Gerber oder Leatherman. Es gibt die Miniwerkzeuge auch als Biketool mit allem, was ihr für eine Fahrradreparatur braucht. Neuerdings ergänzt eine Säge in Kettenform unser Equipment. Sie war eigentlich zum Brennholz zersägen bei Kanutouren gedacht, eignet sich zum selben Zweck aber natürlich auch im Campingbus. Wir haben uns nach ausführlicher Recherche die von »Nature is Adventure« zugelegt. Funktioniert super!

Ausrüstung: Mini-Tools

2. Snapy zum Spinnenretten

Unsere Kids waren beide nahe an einer Spinnenphobie und alle Krabbeltiere mit langen Beinen mussten unverzüglich den Bus oder das Zelt verlassen. Mit der Hand fange ich Spinnen auch nicht so gerne und mit Glas und Pappe im Campingbus herumzuklettern ist wenig komfortabel.

Da begegneten wir Snapy, dem Insektenfänger. Der lange Stiel sorgt für den angemessenen Abstand zur Spinne und die kleine Kammer für die Insekten wird per Schiebeknopf fest verschlossen. Sie ist außerdem durchsichtig, sodass man das gefangene Tier aus sicherer Distanz noch einmal genau betrachten kann, bevor man es an die frische Luft setzt. Das baut nicht nur bei Kindern Ängste ab. Als sie dann etwas größer waren, konnten unsere Kindern mit Snapy auch selbst Insekten »retten«, die sich in den Bus oder ins Haus verirrt hatten. Unser Snapy kam von Jako-o, ihr könnt aber auch einfach nach einem »Insektenfänger« suchen. Unsere Kinder reisen inzwischen alleine, Snapy ist bei uns im Bus geblieben und auch ohne Kids weiterhin im Einsatz.

Snapy der Insektenretter
Snapy der Insektenretter ist in unserem Campingbus stets griffbereit

3. Gaffa Tape

Das Textilklebeband (silber oder schwarz) ist extrem stabil und klebt absolut zuverlässig. Uns hat es unterwegs schon mehrfach gerettet. Es ist wahres Allheilmittel mit dem ihr kleine Schäden aller Art in den Griff kriegt: Vom simplen Loch im faltbaren Wasserkanister bis zum defekten Dachfenster. Ja, richtig gelesen. Das Dachfenster flog uns aufgrund einer defekten Halterung mitten in den Bergen der spanischen Pyrenäen um die Ohren. Eine heftige Böe fegte es auf die Straße, wo der Kunststoff in zwei große und einige kleinere Teile zersprang. Was nun? Ein Loch im Dach und über dem Bett mitten auf der Reise? Regen war schon für den nächsten Tag angekündigt. Nach dem ersten, tief sitzenden Schock, haben wir unser Fenster mit viel Tape wieder zusammengepuzzelt und anschließend auf dem Busdach festgeklebt. Nachdem beim ersten Regen noch Wasser durchkam, wurde das Fester mit einer stabilen Plastiktüte überklebt und hielt dicht – für weitere zwei Reisewochen, die Rückfahrt von der französischen Atlantikküste auf der Autobahn und noch ein paar Wochen zu Hause bis das Ersatzfenster von Westfalia endlich eintraf. Seitdem ist das Gaffa-Tape ein fester Bestandteil der Ausrüstung – und zwar immer eine ganze Rolle davon.

4. Fußmatte im Eingang

Es ist kaum zu glauben wie schnell ihr Sand und Steinchen ins Auto tragt. Das ist auch kaum zu vermeiden. Selbst wenn ihr die Schuhe gleich im Eingang auszieht, habt ihr ständig die Botanik eures aktuellen Stellplatzes im Auto. Nur bei Asphalt bleibt euer Auto sauber – aber wer will schon auf Asphalt stehen. Ist es draußen auch noch feucht, ist eine Fußmatte im Eingang beinahe unumgänglich. Nach mehreren Anläufen haben wir dort jetzt eine große, kurzflorige Matte liegen, die sich gut sauber halten lässt. Es lohnt sich hier auf Qualität zu achten, das Teil wird wirklich strapaziert.

5. Handbesen

Es gibt kleine Handstaubsauger, mit denen man Krümel und Erde aus dem Van befördern könnte. Sie sind laut, sperrig und gehen schnell kaputt. Deutlich handlicher, völlig unempfindlich und dazu auch noch unabhängig von der Stromversorgung ist ein ganz normaler kleiner Handfeger mit dem ihr den Dreck einfach zur Schiebetür hinausbefördert. Die dazugehörige Schaufel könnt ihr getrost zu Hause lassen. Wenn ihr ein Exemplar mit rauen, festen Borsten wählt, kriegt ihr damit auch Fußmatten sauber. Wir haben ihn mehrmals täglich in der Hand.

6. Isomatte Z-Rest

Zum draußen Sitzen auf feuchtem Boden, gemütlich liegen am Kiesstrand und auch um den Sitzplatz in der Bustür halbwegs staubfrei zu kriegen verwenden wir eine Isomatte. Perfekt ist dazu die faltbare Z-Rest, die man immer auf die passende Breite falten kann. Zur Aufbewahrung muss sie nicht gerollt werden, man klappt sie einfach zusammen.

7. Mini-Sitzkissen

Unsere Mini-Kissen haben ebenfalls die praktische Zick-Zack-Faltung sind aber so winzig, dass sie in jede Tasche passen. Bei uns stecken sie meistens im Rucksack, sodass wir unterwegs auch bei feuchtem Wetter einen trockenen Sitzplatz haben. Alternativ sind die Mini-Kissen auch die richtige Ausrüstung, um in der Bustür nicht im Dreck zu sitzen.

8. Petzl Noctilight

Das Noctilight in Betrieb

Wir sind inzwischen mit der x-ten Generation Taschenlampen gereist, die immer wieder ersetzt werden mussten – meistens weil sie nicht mehr aufzufinden waren. Außerdem hatten wir immer noch eine kleine Laterne für den Platz vor dem Bus dabei, die aber selten eine lange Lebenszeit erreichte und außerdem meist große Batterien brauchte. Jetzt haben wir etwas besonderes entdeckt – eine Lampe die gleichzeitig Taschenlampe und Laterne ist und außerdem auch noch per USB geladen werden kann. Eine Taschenlampe der neuen Generation sozusagen.

Die Stirnlampe Petzl Actic Core lässt sich wahlweise mit Batterien oder mit einem Akku betreiben – je nachdem was gerade zur Verfügung steht. Drei verschiedene Helligkeitsstufen lassen euch die Wahl ob ihr ein wirklich starkes Licht braucht oder ob eine energiesparende Schummerbeleuchtung ausreicht. Das Band der Stirnlampe lässt sich gut verstellen und sie sitzt optimal. Der Clou ist aber das Noctilight, eine Hülle in der die Lampe gleichzeitig sicher verpackt und zudem auch noch als Tischlaterne oder Zeltlicht einsetzbar ist. Eine für alles sozusagen! Vielseitiger kann Ausrüstung kaum sein. Nur verlegen sollte man das wertvolle Stück besser nicht!

Der Akku der Stirnlampe wird per USB geladen und wenn man sie in diese Hülle packt, hat man eine kleine Laterne.

9. Wäscheleine im und am Fahrzeug

Ein Seil als Wäscheleine zum Spannen zwischen zwei Bäumen oder zwischen Bus und Baum gehört zur Standardausrüstung im Campingbus. Statt einer dünnen Wäscheleine haben wir ein stabiles, vielseitig einsetzbares Seil dabei. Es kam auch schon als Kanu-Leine zum Einsatz. Wäscheleinen jeder Art gehören aber nur auf Campingplätze. Wenn ihr frei steht und etwas aufhängen müsst oder bei Regenwetter, könnt ihr auch im Bus ein kurzes Seil spannen – zum Beispiel zwischen Fahrer- und Beifahrertür mit Hilfe der Türgriffe. Alternativ tut eine Hakenleiste gute Dienste, die normalerweise an Badezimmertüren eingehängt wird, wenn ihr in eurem Bus einen guten Platz dafür findet. Feuchte Handtücher landen bei uns zum Trocknen auch schon mal über den Autospiegeln.

10. Klappleiter

Stauraum ist knapp im Nugget und Outdoor-Ausrüstung ist eher sperrig. Schwimmwesten und Faltboot oder ein zusätzliches Zelt und die großen Wanderrucksäcke lassen sich bei uns nur außerhalb des Wohnraumes transportieren. Für den Nugget gibt es da einen Gepäckträger fürs Hochdach, der oberhalb des normalen Fahrradträgers montiert ist. Bei anderen Bussen haben wir schon Dachboxen und Dachgepäckträger gesehen. Aber wie kommt man unterwegs da hinauf? Unsere Lösung ist eine Faltleiter. Im zusammengeklappten Zustand liegt sie an der Seite im Dachbett und stört dort nicht weiter. Mit ihrer Hilfe kommen wir jederzeit an die Alubox, die auf dem Dachgepäckträger befestigt ist.

11. Bodengitter in der Kompressorkühlbox

Ausrüstung: Gitter in der Kühlbox

Fast alle kleinen Vans sind mit einer Kompressorkühlbox ausgestattet. Unsere funktioniert einwandfrei und lässt sich auch bei Sommerhitze noch gut auf Kühlschranktemperaturen bringen. Sie hat nur einen einzigen kleine Makel: Unten in der Box ist es immer leicht feucht. Im Sommer steht nach einigen Tagen alles im Wasser. Verpackungen aus Papier weichen dabei zügig durch. Um das zu verhindern, müsste man die Box fast täglich »trockenlegen«. Alternativ sorgt ein Gittereinsatz aus Plastik dafür, dass die Vorräte leicht erhöht und damit trocken stehen.

12. Klemmen, Magnete, Spanngurte und Karabiner

Ausrüstung: Klemmen und Haken
Klemmen eignen sich zum Befestigen von Tüchern und Handtüchern, Magnetklemmen haften an allen Metallteilen im Van und die Kombi aus einem Gummiseil und einem Kletterhaken hilft überall weiter, wo ihr eine Leine spannen oder etwas befestigen wollt.

Ein kleiner Vorrat reist immer mit. Die Klemmen sind perfekt zum fixieren von schattenspendenden Tüchern an der Markise oder auch einmal zum Sichern der Handtücher auf der Leine. Die Spannriemen haben wir schon zum Verlängern der Wäscheleine verwendet (wenn der Baum doch einen halben Meter zu weit entfernt stand), zum fixieren unseres Einkaufskorbes im Bus oder zum Sichern zusätzlicher Ausrüstung auf dem Fahrradträger. Wo immer ein Teil der Bus-Ausrüstung rutscht, klappert, im Weg rumliegt oder kaputtgeht: Diese Teile machen sich überall nützlich.

Und natürlich unsere WOMO-Reiseführer 🙂

Unsere Bücher aus der WOMO-Reihe führen euch zu den schönsten Orten einer Region und stellen neben Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen und freien Übernachtungsplätzen auch Sehenswertes und kleine Wanderungen vor. Das hier sind nur unsere sieben Bücher der WOMO-Reihe, die inzwischen fast alle Reiseziele in Europa abdeckt.

WOMO-Reiseführer

>> Mehr Infos zu den Büchern

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Das sind unsere Vanlife-Projekte für 2020 und 2021

>> Online mit dem CamperNet
>> Das Kildwick MiniLoo – eine Trenntoilette statt Porta Potti
>> Wasserfilter statt Plastikflaschen

Herzchen

Das Kildwick MiniLoo – eine mobile Trenntoilette im Campervan

Die Trenntoilette erfreut sich bei denen, die ihren Camper selbst ausbauen, großer Beliebtheit. Aber passt so ein umweltfreundliches WC auch in einen kleinen Campingbus von der Stange?

Warum wir keine Chemietoilette verwenden möchten

Egal ob ein Porta Potti oder die übliche, fest eingebaute Chemietoilette im Campervan – mit Blick auf den Umweltschutz ist jede Chemietoilette bedenklich. Sie macht aus völlig harmlosen Substanzen wie Stuhl und Urin eine hochgiftige Brühe, die nur noch in Spezialeinrichtungen entsorgt werden kann. Chemietoiletten werden mit Wasser gefüllt, dem ihr eine Chemikalie zusetzt, die Urin, Fäkalien und auch das Klopapier zersetzt. Sinn der Sache ist es, dass die Toilette nicht nach Toilette stinkt. Ist der Toilettentank voll, wird die Chemie-Brühe ausgegossen. Erlaubt ist das ausschließlich an speziellen Entsorgungsstationen. Der Inhalt einer Chemietoilette gehört nicht in die normale Kanalisation. Er ist einfach zu giftig.

Alternativen zur Chemie in der Toilette

Wir sind nicht die einzigen denen das nicht gefällt. Zum Glück! Im WOMO Verlag, für den wir Reiseführer schreiben, verwenden einige Kollegen einfach Schmierseife im Wassertank, um den Geruch zu bändigen. Der zusätzlichen Einbau einer SOG-Entlüftungsanlage wirkt ebenfalls gegen Toilettengestank. Außerdem gibt es inzwischen auch biologisch abbaubare Alternativen für die sogenannte Sanitärflüssigkeit. Die mit diesen Mitteln entstandene Fäkalienbrühe kann zumindest ohne Schäden für die Natur in einer normalen Toilette entsorgt werden. Aus persönlicher Erfahrung können wir zur Wirksamkeit der biologisch abbaubaren Substanzen aber nichts sagen, denn bisher haben wir die Campingtoiletten komplett boykottiert. Unser Campingbus hat kein WC. Wie wir damit umgehen, haben wir hier unter Punkt Vier erklärt: Tretminen und Klopapierfahnen in der Natur sind definitiv nicht die bessere Alternative zur Chemietoilette!

Die Suche nach einer völlig anderen Lösung

Inzwischen leben wir einige Zeit des Jahres in unserem Campingbus und planen die Reisezeit noch weiter auszubauen und unterwegs zu arbeiten. So kam auch das Toiletten-Thema immer wieder einmal auf den Tisch. Praktisch wäre es schon, weil mit einem sanitär autarken Campervan die Auswahl an Stellplätzen einfach größer ist. Und so haben wir immer mal wieder gesucht und gefragt und schließlich die Trenntoiletten entdeckt. Das war das erste Konzept, das uns wirklich überzeugt hat. Normalerweise werden Trenntoiletten in einem separaten Raum fest im Van verbaut. Besonders beliebt sind sie bei selbst ausgebauten Campervans, da sie einfach selbst zu bauen und zu bedienen sind. Doch das ist längst nicht ihr einziger Vorteil.

Wie funktioniert eine Trenntoilette?

Eine Trenntoilette ist eine Trockentoilette, das heißt sie funktioniert ganz ohne Wasser. Die Basis für ihre Funktion ist einfach: Weder Urin noch Fäkalien sind für die Natur schädliche Substanzen. Im Gegenteil. Menschlicher Stuhl lässt sich genauso gut kompostieren wie der von Tieren und der Urin eines gesunden Menschen enthält Stickstoff und Mineralien und kann als natürlicher Dünger fungieren, wenn er nicht zu konzentriert ausgebracht wird und keine Rückstände von Medikamenten enthält.

Wem bei dem Begriff »Trockentoilette« der Geruch eines schlecht gepflegten Plumpsklos in die Nase steigt, der kann beruhigt sein. Eine Trenntoilette funktioniert anders. Ihre Funktion basiert auf der Tatsache, dass Urin und Kot, wenn sie sich nicht vermischen, kaum Geruch entwickeln. Anders als erwartet ist es der Urin, der den typischen Toilettengestank verursacht. Bei seiner Zersetzung entsteht Ammoniak, dessen stechenden Geruch alle kennen, die schon einmal einen Pferde- oder Kuhstall ausgemistet haben. Kot ist dagegen im trockenen Zustand geruchslos.

trenntoilette

In einer Trenntoilette werden deshalb Fäkalien und Urin getrennt aufgefangen. Die festen Bestandteile landen in einem Eimer mit saugfähiger Streu, wo sie schnell trocknen. Der Urin läuft in einen separaten Kanister. Für die Trennung ist der Separator in der Toilette zuständig. Er besteht im vorderen Bereich aus einer Wanne mit Abfluss und hinten aus einem großen Loch für den Kot. Damit das anatomisch funktioniert, muss man auf der Toilette sitzen. Alle Erfahrungsberichte, die wir online finden konnten, versichern glaubhaft, dass das System einwandfrei funktioniert.

Welche Vorteile hat eine Trenntoilette im Campervan?

Unsere übliche Spültoilette mit Anschluss an die Kanalisation verunreinigt alleine in Europa täglich hunderttausende Liter von Trinkwasser. Toilettenwasser gilt in den Kläranlagen durchaus als problematisch. Eine Komposttoilette verunreinigt überhaupt kein Wasser. Ihre Umweltbilanz ist also schon einmal deutlich besser als die einer ganz normalen Toilette. Vor einer Wasser vergiftenden Chemietoilette ist sie aus diesem Blickwinkel gleich Meilen entfernt.

Ganz unabhängig von der Umweltbilanz habt ihr als Camper aber einen weiteren Vorteil: Ihr braucht für die Entsorgung keine V/E-Station mehr. Das macht euch unabhängig von Campingplätzen und offiziellen Stellplätzen. Die Tüten aus dem Fäkalieneimer wären eigentlich kompostierbar (natürlich nur wenn ihr auch kompostierbare Tüten verwendet), landen aber unterwegs meist gut verschlossen im ganz normalen Hausmüll. Den Urinbehälter solltet ihr häufig entleeren. Gießt ihr den Inhalt in die Natur, verdünnt ihr ihn am besten mit Wasser. Alternativ schüttet ihr das Pipi in eine normale Toilette. Das ist ein Grund warum Trenntoiletten auch häufig in Expeditionsfahrzeugen verbaut sind: eine Trenntoilette funktioniert überall und ist unabhängig von spezieller Infrastruktur für Wohnmobile.

Frei stehen in Estland
Frei stehen: Traumplatz auf der estnischen Insel Saaremaa

Eine Trenntoilette im Mini-Camper?

Für uns war schnell sonnenklar: Sollten wir auf einen etwas größeren Campervan umsteigen, wird es eine Trenntoilette. Vielleicht in ein paar Jahren, dann probieren wir das aus! Und dann haben wir das Kildwick MiniLoo entdeckt.

Ist die Klappe zu, sieht das MiniLoo aus wie ein Hocker. Ein schicker Holzkasten mit Klappdeckel, etwa so groß wie ein Porta-Potti, beherbergt Eimer und Kanister. Das Ganze lässt sich von oben warten und säubern und ist speziell für kleine Camper konzipiert. Eine mobile Trenntoilette. Cool! Aber wo sollen wir die hinstellen? Und ein Klo so mitten im Wohnraum? Vielleicht eher doch nicht?

Dann kam Corona. Kontaktbeschränkung und Abstand halten. Eigentlich müssen wir reisen, um unsere Bücher aktuell zu halten. Dieses Jahr wäre erst einmal Mecklenburg-Vorpommern dran. Durchaus denkbar also. Zu Hause bleiben, ist für uns nur die letzte Option, denn sonst gibt es nächstes Jahr keine neuen Bücher. Kurz darauf geisterte ein neues Thema über die Camperseiten im Internet: Vielleicht dürfen auch im Sommer nur autarke Wohnmobile auf Camping- und Stellplätze. Autark bei einem Camper? Das heißt definitiv mit eigener Toilette. Und mal ganz unabhängig von Verboten – wäre es dieses Jahr nicht entlastend, unabhängig von Sanitäranlagen zu reisen? Und schon war es wieder präsent: Das Kildwick MiniLoo.

Unsere Bereitschaft zu Kompromissen, also zu einem im Auto herumstehenden Extra-Sitzplatz, steigt rasant. Wenig später steht eine große Pappkiste vor unserer Tür. Kildwick steht drauf und voller Erwartung packen wir aus: Streu, Toiletteneinsatz, eine schicke kleine Klobrille aus Birkenholz und eine Holzkiste in Einzelteilen. Wir haben uns für den Bausatz entschieden.

Wir bauen ein Klo

Bausatz MiniLoo
Sorgfältig verarbeitet und liebevoll verpackt. Die Teile des MiniLoo machen einen guten Eindruck. Doch wie wird daraus eine Toilette?

Ein Würfel aus Birkensperrholz in Einzelteilen: sechs für den Korpus und fünf für den Deckel. Der erste Anblick ist verwirrend, aber mit Hilfe der Online-Bauanleitung haben wir die Teile schnell sortiert. Sie unterscheiden sich alle in kleinen Details und passen nur am richtigen Platz absolut exakt ineinander. Sogar die Nagellöcher sind genau markiert. Der Toiletteneinsatz, ein Eimer und ein Kanister, die Klobrille ein Tütchen mit Schrauben und Nägeln, Scharnieren und Holzleim – alles liegt bei. Alle Einzelteile sind aus hochwertigem Material. Wer Spaß an schönem Holz und formschönen Details hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Das MiniLoo ist ein Designerstück. Kein Vergleich mit einem schnöden Plastikklo.

Das einzige was wir zum Zusammenbau brauchen sind Hammer und Schraubenzieher. Und die Aufbauanleitung. Und am besten vier Hände. Schon beim Zusammenbau des Korpus wird eines klar: Genaue Arbeit ist angesagt. Millimetergenau.

Der Kildwick Cube
Die vielen Einzelteile passen exakt ineinander. Aus einem Stapel Bretter entsteht ein stabiler Holzwürfel – der Korpus des Kildwick MiniLoo.

Nachdem die zweite Seitenwand um einen knappen Millimeter verrutscht ist, passt das nächste Teil nicht mehr. Wir helfen uns mit der Feile und passen anschließend besser auf. Es ist hilfreich den Korpus erst komplett zusammenzusetzen und dann die einzelnen Teile nur kurz herauszunehmen, um sie zu leimen. Auch beim Nageln bleibt am besten alles an Ort und Stelle. Das geht aber nur zu zweit: Eine muss festhalten. Die Position für die kleinen Metallstifte ist genau markiert und alles läuft wie am Schnürchen. So kommen wir glatt durch, bis kurz vor das Ziel. Der Korpus steht.

Weiter geht’s!

Den nächsten Faux-Pas erlaube ich mir beim Montieren der runden Metallplatten, die den Trenneinsatz auf dem Birkenwürfel halten. Sie müssen passgenau in die Vertiefungen im Korpus, in denen vier Magnete sitzen. Meine Schraube landet einen knappen Millimeter neben dem markierten Ziel und es funktioniert nicht. Der Einsatz rastet nicht ein.

Kildwick MiniLoo
Ein Deckel in fünf Teilen…

Zum Glück lässt sich der Leim noch lösen und wir korrigieren die Position. Beim Deckel wissen wir dann endgültig worauf es ankommt. Das ist gut, denn die Montage des schmalen Randes ist ein bisschen kniffliger. Bevor wir den Deckel an die Scharniere schrauben wird das komplette Loo noch mit Holzöl imprägniert.

Fertig! Bei uns steht jetzt ein Klo im Wohnzimmer ;).

Kildwick MiniLoo

Das MiniLoo in Betrieb nehmen

Der Toiletteneinsatz mit Separator und Klobrille wird mit Magneten auf dem Korpus montiert und das passgenaue Einsetzen dieses Teiles braucht ein wenig Übung. Nach mehreren Versuchen funktioniert es dann aber auch mit Kanister und Spillguard. Ist der Einsatz richtig eingerastet, sitzt der Kanister an seinem Platz wie festgeklebt.

Der Spillguard gehört zum optionalen Zubehör. Ihr braucht ihn nur in einem Fahrzeug. Es handelt sich um einen Kanisterdeckel mit Spritzschutz aus weichem Kunststoff. Er schließt passend am Abfluss des Separators an, sodass selbst während einer Schotterpistenfahrt nichts aus dem Kanister spritzt. Die Öffnung im Separator wird dabei von oben mit einem Pfropfen verschlossen. So ist der Urinkanister dicht, ohne dass ihr ihn zuschrauben müsst. Um den Toiletteneinsatz auf dem Korpus zu fixieren, ist es am einfachsten zuerst den Ausfluss des Separators im Spillguard zu platzieren und dann die beiden vorderen Magnete einrasten zu lassen. Dann geht der Rest wie von selbst. In den Eimer kommt eine der kompostierbaren Tüten und eine Hand voll Einstreu und schon ist unser MiniLoo einsatzbereit und es könnte jetzt losgehen! Wir sind jedenfalls gespannt und halten euch auf dem Laufenden.

Das MiniLoo hat seinen ersten Praxistest mit Bravour gemeistert. In der Heckküche des Ford Nugget passt es wie angegossen. Auf der stabilen Holzbox sitzt man bequem und sie dient auch als Aufstieghilfe ins Dachbett – so steht der schicke MiniLoo-Cube deutlich weniger im Weg herum als befürchtet. Wir nehmen das Loo noch einmal mit auf Recherchereise – diesmal in die Schweiz. Dann folgt auch ein ausführlicher Einsatz-Bericht. 😉

Transparenzhinweis: Das MiniLoo wurde uns von Kildwick kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Wir haben diese Kooperation aber selbst und aus Überzeugung angefragt und sind schon sehr gespannt, wie die mobile Trenntoilette sich in unserem Reisealltag bewähren wird. Mehr Infos zum MiniLoo bekommt ihr bei www.kildwick.de

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Weitere Vanlife-Projekte für 2020 und 2021

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Online mit dem CamperNet

Ein eigenes WLAN-Netz im Campervan

Ein stabiler Internetanschluss im Campervan ist für uns ein wichtiges Thema, weil wir auf unseren Recherchereisen immer wieder Zugriff aufs Netz brauchen. Nicht nur, um Informationen zu suchen, sondern auch zum Verschicken von größeren Dateien und zum Zugriff auf unsere Social-Media-Kanäle. Unser Plan ist es, in Zukunft einen guten Teil des Jahres im Campingbus zu leben und dabei das Büro des Naturzeit Verlages einfach mitzunehmen. Dazu brauchen wir im Fahrzeug ein funktionstüchtiges Mini-Büro. Ein zuverlässiger Internetanschluss ist dabei das A und O. Das Ganze soll außerdem bitte unkompliziert funktionieren und mit durchschnittlichem technischem Kow-How zu bedienen sein. Mit diesen Vorgaben haben wir uns auf die Suche gemacht und sind dabei auf die junge Rosenheimer Firma Antretter&Huber und ihr CamperNet gestoßen.

Auch wenn ihr nicht in eurem Van arbeitet und ihn nur als Urlaubsdomizil nutzt, ist ein guter Internetanschluss eine feine Sache. Mit dem entsprechenden Datenvolumen auf der SIM-Card könnt ihr unterwegs Filme und Musik streamen und damit auch den einen oder anderen Regentag auf engem Raum entspannt aussitzen. Mit dem CamperNet ist die Chance, auch an abgelegenen Plätzen online zu sein, deutlich besser. Ihr bekommt damit quasi eine alternative Satellitenschüssel in euren Bulli – nur dass das System vielseitiger ist und deutlich weniger Platz braucht.

Wie funktioniert das CamperNet?

Von der eigentlichen Funktionsweise ist das CamperNet nicht grundlegend neu. Wenn ihr unterwegs ins Internet wollt, habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder ihr nutzt WLAN Hotspots oder ihr geht über das Handynetz online. Mit einer Antenne könnt ihr außerdem den Empfang verbessern. Das ist der augenblickliche Stand der Technik und genau diese Basis nutzt auch auch das CamperNet. Trotzdem wird es jetzt interessant.

CamperNet – handlich verpackt.
Router und Antennen passen zusammen bequem in einen Kasten, der kaum größer ist, als eine Packung Kopierpapier.

Das CamperNet besteht aus einem Router und zwei unterschiedlichen Antennen. Ihr baut damit in eurem Fahrzeug euer eigenes WLAN-Netz auf und könnt so auch einen Laptop oder ein Tablet ohne eigene SIM-Card ins Netz bringen. Klar, das geht grundsätzlich auch mit einem Handy, das ihr als Hotspot nutzt. Wozu also den separaten Router?

Die besonderen Pluspunkte des CamperNet

Der Router ist zuständig für den ersten dicken Pluspunkt des CamperNet: Auch wenn ihr euch in ein öffentliches WLAN einwählt, ist euer Netz durch den Router mit Passwort und Firewall gesichert. Ihr könnt eine Überweisung oder andere Bürojobs mit sensiblen Daten gefahrlos auch im WLAN eines Campingplatzes erledigen. Ob der Router auf ein öffentliches WLAN oder auf das Mobilfunknetz zugreifen soll, steuert ihr über eine App auf eurem Handy.

Das wichtigste Element des CamperNet sind aber die beiden aufeinander abgestimmten Antennen. Sie sind es, die den echten Unterschied machen. Die LTE-Antenne verstärkt das Mobilfunknetz, mit der WLAN Antenne könnt ihr jeden öffentlichen WLAN-Hot-Spot in eurer Nähe nutzen. Peter Antretter versichert uns, dass wir mit den CamperNet-Antennen noch ein Netz haben werden, wenn mit dem Handy schon lange nichts mehr geht.

CamperNet Router
Der Router des CamperNet ist besonders robust, damit er den Einsatz in Campingfahrzeugen gut übersteht, und mit einem 12 Volt Stromanschluss ausgestattet. Sein Verbrauch ist moderat und mit dem einer LED-Lampe zu vergleichen.

Antretter&Huber –
ein StartUp aus Rosenheim

Peter ist einer der beiden Inhaber des jungen Unternehmens Antretter&Huber. Er empfängt uns im Büro im Stellwerk 18, einem digitalen Gründerzentrum in Rosenheim. In den technisch perfekt ausgestatteten Büros am Stadtrand arbeiten mehrere StartUps mit digitalem Schwerpunkt und innovativen Ideen nahe beieinander. Die Montage der Antennen fürs CamperNet erfolgt direkt neben dem Büro in einem zweiten Raum, der als Werkstatt fungiert. Als »Spitzentechnologie mit Manufakturcharakter« bezeichnen die beiden ihr Produktionskonzept.

Antennen sind die Kernkompetenz von Peter Antretter und Alois Huber. Bevor sie in ihrer eigenen Firma begonnen haben spezielle WLAN-Systeme für Campingfahrzeuge zu konzipieren, haben die beiden gemeinsam über 20 Jahre bei einem der weltweit größten Unternehmen der Branche Antennen für Autos entwickelt. Ihr CamperNet ist gerade erst in Serie gegangen und trifft auch bei Wohnmobilherstellern auf Interesse. Ein stabiler Internetempfang könnte nämlich tatsächlich die bei Wohnmobilen übliche, sehr viel teurere Montage einer Satellitenschüssel überflüssig machen. Alternativ zum kompletten Set mit Router gibt es dazu auch eine spezielle TV-Antenne, die PROBUM DBTV, die deutlich preisgünstiger ist als das CamperNet. Mehr Infos aus erster Hand findet Ihr bei www.antretter-huber.com.

Die Montage des CamperNet

Montage CamperNet

Wir sind hier in Rosenheim, um zuerst einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dann werden der Router und die Antennen in unserem Nugget montiert. Wir dürfen das System auf unseren Reisen testen und werden euch hier über unsere Erfahrungen auf dem Laufenden halten. Zunächst einmal nehmen wir euch mit zur Montage, denn dass diese so einfach ist, ist ja schon der erste Vorteil des CamperNet. Beide Antennen und auch der Router werden im Fahrzeug verklebt. Löcher sind nur notwendig, wenn die Kabel hinter die Verkleidung sollen.

Der richtige Platz für Router und Antennen

Zuerst geht es darum den richtigen Platz für die Montage zu finden, denn der ist nicht in jedem Campervan gleich. Das hier sind die wichtigsten Kriterien für die Entscheidung:

  • LTE-Antenne
    Sie soll innen ins Dach des Campers montiert werden, darf dabei aber nicht direkt auf Metall sitzen, weil sie sonst nicht funktioniert. Meist wird sie einfach ins Dach geklebt. Das GFK-Kunststoffdach unseres Nugget ist zwar ideal für den Empfang, es ist aber innen mit Textilmaterial isoliert. Da klebt leider gar nix. Wir haben die Antenne stattdessen mit Klettband im Dach fixiert, was gut zu funktionieren scheint.
  • WLAN-Mimo-Antenne
    Hier ist der richtige Platz weniger entscheidend für die Funktion, sodass diese meist im kurzen Abstand neben dem Router landet, denn beide Antennen müssen per Kabel mit diesem verbunden sein.
  • Der Router
    Der Router braucht einen 12 Volt Stromanschluss. Ihr montiert ihn also am besten in dessen Nähe. Man sollte ihn aber möglichst nicht auf den ersten Blick sehen, um keine Einbrüche zu provozieren. Es ist außerdem wichtig, dass die beiden SIM-Karten Slots an der Seite des Routers auch nach der Montage gut zugänglich bleiben. So könnt ihr im Ausland den zweiten Slot nutzen, um zusätzlich zu eurer Standart-Simcard, auch mal flexibel auf eine günstige Daten-Karte aus eurem Reiseland umzusteigen.
CamperNet LTE Antenne
Das ist die LTE-Antenne. Bei uns ist sie nicht geklebt, sondern mit Klettband im Dach befestigt. Die Kabel verschwinden in der Verkleidung und verbinden die Antenne mit dem Router.

Unsere Lösung im Ford Nugget

Auf dieser Basis wird der beste Platz für Router und Antennen in jedem Van individuell ermittelt. Bei Wohnmobilen und Wohnwagen kann man den Router meist gut in einem Schrank montieren, wo er auch gleich unauffällig versteckt ist. Bei uns ist da kein Platz. Wir entscheiden uns für das große Fach hinter der Sitzbank, in dem auch der Sicherungskasten zu finden ist. Zum Stromanschluss ist es so nicht weit und das Kabel kann in der in der Verkleidung verschwinden. Auch die Kabelverbindung zur LTE-Antenne verläuft unauffällig hinter der Verkleidung. Peter hat es dazu dazu verlängert und durch die Führung für die Stromkabel nach oben verlegt. Hätten wir die Montage alleine machen müssen, hätten wir die Kabel wohl eher auf der Verkleidung fixiert, aber so sieht es definitiv besser aus. Dann bekommen wir noch eine kurze Einweisung in die Bedienung der App, die wir schon im Büro startklar gemacht haben. Alles Paletti.

So geht es jetzt weiter

Beschwingt rollen wir anschließend von Rosenheim zurück nach Hause und fast direkt in den Corona-Lockdown. So wird unser WLAN-Test dieses Jahr leider etwas weniger umfassend ausfallen als ursprünglich geplant. Es geht erst im Juni los, zunächst an die mecklenburgische Ostsee. Das ist durchaus ein Härtetest für die Antennen des CamperNet. Zumindest bei der letzten Recherche vor vier Jahren sind wir dort von »Funkloch« zu »Funkloch« gefahren und auch viele Campingplätze konnten ihren Gästen kein verwendbares WLAN anbieten. Wir sind also gespannt.

Transparenzhinweis: Das CamperNet wurde uns von Antretter&Huber, kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Wir haben diese Kooperation aber gezielt und aus eigenem Antrieb angefragt, weil uns das CamperNet für unsere Bedürfnisse perfekt geeignet schien.

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Reise-Abenteuer in Deutschland

Unsere Urlaubsideen für Familien

Die Reisesaison 2020 hält einige Herausforderungen bereit, vor allem für Familien. Die meisten Grenzen werden im Sommer wohl noch geschlossen sein und so wird Deutschland für uns dieses Jahr voraussichtlich zum bevorzugten Reiseziel. Ab 30. Mai dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Bayern unter strengen Auflagen geöffnet werden. Ab dem 25. Mai ist für alle Bundesbürger die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern wieder möglich. Trotzdem ist natürlich nicht plötzlich alles vorbei und Corona nur noch ein schlechter Traum. Abstand halten ist weiterhin angesagt. Was macht ihr also mit den Kids, wenn die Liegewiese am See oder der dicht belegte Strand keine Option ist?

Familien-Abenteuer in Deutschland

Wie wäre es mit Fahrrad oder Kanu fahren? Oder ihr macht euch zu Fuss auf die Suche nache einem ruhigen Plätzchen. Unsere Wander- und Entdeckertouren führen euch dabei über schmale Pfade zu schönen Orten in der Natur. Geht mit uns in Deutschland auf Entdeckungsreise!

Familien-Abenteuer in Deutschland

Vier gute Familienziele für den Urlaub in Deutschland

Es gibt viele schöne Ecken in Deutschland und auch viele Winkel mit unberührter Natur. Leider gibt es nicht für alle einen Naturzeit Familienreiseführer. Aber immerhin können wir euch mit unseren Tourenvorschlägen an den Chiemsee, ins Allgäu, an die Mecklenburgischen Seen und an die Ostsee begleiten.

Anregungen und Know-How für Mehrtagestouren zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kanu findet ihr in den »Trekkingträumen für Familien«, die im Mai ganz neu erschienen sind.

Mit Kindern im Chiemgau

Mit Kindern im Chiemgau

Die große Qualität des Chiemgaus ist es, dass Wasser und Berge so nahe beieinander liegen. Dabei ist der Chiemsee, das bayerische Meer, nur einer von mehreren Seen am Fuße der Chiemgauer Alpen. An den Seen könnt ihr SUPs, Kanus, Ruderboote und Elektoboote leihen. Zwischen den kleineren Seen gibt es viele Fahrradwege. Die nahen Berge eignen sich für kurze und längere Wanderungen. Zwischen dem See und den Bergen ziehen sich mehrere Moorpfade mit Spielstationen durch eine karge, vergleichsweise einsame Landschaft. Das Westufer bei Prien und Gstaad ist eigentlich immer gut besucht – auch weil hier die Ausflugsboote zur Frauen- und zur Herreninsel mit dem Schloss Herrenchiemsee fahren. Nördlich des Sees, zum Bespiel an der Alz und um Seebruck – ist es dagegen noch relativ ruhig. Auch in den Tälern, die sich bei Aschau, Marquartstein, Siegsdorf und Inzell zwischen die Berge ziehen gibt es einige Quartieren in ruhigen, kleinen Orten.

In unserem Buch »Mit Kindern im Chiemgau« findet ihr Vorschläge für ganz unterschiedliche Touren am See und in den Bergen und auch die Adressen von Wildparks, Hochseilgärten und einigen kleinen Museen, die für Familien interesant sind. Eine Aufstellung der Touren und einer Übersichtskarte findet ihr im Inhaltsverzeichnis des Buches:

Kinder-Abenteuer im Chiemgau

>> Hier geht es zum Buch und zum Inhaltsverzeichnis

Allgäu mit Kindern

Unberührte Bachtäler, Tobelwege mit Treppen und Brücken, über Felsen sprudelnde Wasserfälle, finstere Schluchten, idyllische Bergseen und sattgrüne Alpwiesen mit weidenden Kühen – das Allgäu ist ein attraktives Wander- und Ausflugsgebiet für Familien.

Viele Berge im Allgäu wirken alpiner, als sie eigentlich sind. Schon ein kurzer Aufstieg oder eine Fahrt mit der Bergbahn bringt euch in eine wilde, spannende Bergwelt mit schmalen Pfaden, Kletterfelsen und weiter Sicht über endlos viele Gipfel. Es gibt Bäche zum Spielen und viele kleine und große Seen zum Baden. Eine Kanutour, Wandern mit Pony oder Lama, Hochseilgarten und Sommerrodelbahn sorgen für viele abwechslungsreiche Familienabenteuer.

Kinder-Abenteuer im Allgäu

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Mecklenburgische Seen mit Kindern

Die Mecklenburischen Seen sind eines der letzten Gebiete Deutschlands, in denen man so etwas wie Wildnis finden kann. Aber nur wer sich zu Fuß mit dem Boot oder dem Fahrrad auf den Weg macht, wird die Schönheit der Natur tatsächlich entdecken.

Die Mecklenburgische Kleinseenplatte bietet eine einzigartige Wasserlandschaft, die man am besten mit dem Boot erforscht, im Müritz National­park sind dagegen besonders viele Wander- und Fahrradwege markiert. Unserere Tourenvorschläge sind kurz und abwechslungsreich, damit auch Kinder ihren Spaß haben.

Kinder-Abenteuer an den Mecklenburgischen Seen

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Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern mit Kindern

Auch für Familien kann die deutsche Ostseeküste weit mehr sein als ein Badeziel. Außerhalb der Hochsaison finden wir hier beinahe menschenleere Strände vor. Wir gehen Hühnergötter suchen, Möwen beobachten und Sandburgen bauen, wandern mit nackten Füßen durch feinen Sand und durchs flache Wasser und spazieren durch die Gespensterbäume im Uferwald von Nienhagen oder Heiligendamm. Unsere Wanderungen führen euch zu den beliebten Highlights an der Küste, aber durchaus auch in weniger bekannte Winkel.

Etwas abseits der Küste eignen sich die Flusstäler der Recknitz und der Peene vorzüglich zum Paddeln. Hochseilgarten, Steinzeitdorf, Bauernhofmuseum, Köhlerhof oder auch das urige Ukranenland sorgen für Abwechslung im Programm und leuchtende Kinderaugen.

Kinder-Abenteuer an der Ostsee

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Trekkingtouren für Familien – in Deutschland und anderswo

Trekkingträume für Familien

Die »Trekkingträume für Familien« sind das richtige Buch, wenn es für euch noch ein bisschen mehr Abenteuer sein darf: Eine Reise mit dem Fahrrad, eine mehrtägige Kanutour mit Übernachtungen im Zelt oder eine Trekkingtour mit dem Rucksack. Hier findet ihr alles, was ihr dazu wissen müsst.

Der zweite Teil des Buches besteht aus 25 Vorschlägen für Mehrtagestouren mit kurzen Etappen, die auch mit Kindern machbar sind. Acht davon führen euch durch schöne Regionen in Deutschland. Ihr könnt aber auch das Know-How und unsere Tipps aus dem ersten Teil des Buches verwenden, um eigene Ideen für Touren mit euren Kids zu entwickeln. Denn schließlich sollten dieses Jahr nicht alle am gleichen Ort Urlaub machen. Lasst euch inspirieren!

25 Trekkingtouren für Familien

>> Hier gibt es mehr Infos zu den Trekkingträumen

>> Hier geht’s zum »Blick ins Buch«

Kompakte Basisausstattung für den Campervan

Kleine Fahrzeuge mit eingeschränktem Stauraum stellen besondere Ansprüche an eure Ausrüstung. Hier bewähren sich andere Dinge, als in einem großen Wohnmobil. Genau darum geht es geht uns in unserer Naturzeit Vanlife-Serie. Wir werden deshalb keine komplette Aufstellung der Basisausrüstung in einem Campervan liefern, sondern ganz konkret platzsparende, praktische Ausrüstung vorstellen, die sich in unserem Reisealltag bewährt hat.

In diesem ersten Post dreht sich alles um die Basics: Schlafen, draußen wohnen, kochen und essen. Und auch ein bisschen um das Thema Badezimmer, denn die meisten kleinen Campervans haben keine »Nasszelle« an Bord. Darüber hinaus gibt es noch viele nützliche kleine Dinge, die das Leben im Campervan bequemer machen – die folgen dann im nächsten Post.

Eines vorweg: Wenn ihr einen kleinen Campervan oder gar einen ausgebauten PKW fahrt, solltet ihr für die Ausstattung eures Fahrzeuges eher im Outdoorhandel auf die Suche gehen als im Campingbedarf. Nehmt außerdem nur mit, was ihr wirklich braucht und bevorzugt Gegenstände, die vielseitig einsetzbar sind. »Weniger ist mehr« gilt nicht nur bei Outdooraktivitäten, sondern auch beim Campen mit dem Bulli oder Caddy.

1. Übernachten im Campervan

Schlafsäcke sind im Campervan handlicher als schwere Bettdecken. Wenn ihr dann spontan am Strand schlafen wollt, oder einfach nur in der Hängematte vor dem Bus, seid ihr mit einem Schlafsack auch gleich richtig ausgerüstet. Wir beziehen die Polster mit einem Spannbettlaken, sodass wir unsere Schlafsäcke auch offen nutzen können. Kopfkissen sind besonders wichtig für echten Schlafkomfort, wir nehmen deshalb die gewohnten und bewährten von zu Hause mit.

Fahrt ihr im Sommer in den Süden, wird es vor allem im Dachbett oft ziemlich warm. Ein Bettlaken oder ein anderes dünnes Tuch leistet dann gute Dienste als Deckenersatz.

2. Tisch und Stühle mit kompaktem Packmaß

Tisch und Stühle für draußen gehören zu den sperrigsten Teilen der Campingausrüstung. Wir haben daher viel Zeit damit verbracht, für uns die optimale Lösung zu finden und beides mehrfach an die sich verändernden Bedürfnisse angepasst.

Die ersten Jahre waren wir zu viert mit einem VW T4 mit Hochdach unterwegs. Tisch und Stühle lagen zu dieser Zeit meist im zusammengeklappten Bett im Hochdach. Ein großer, vergleichsweise schwerer Klapptisch – stabil genug um auch zappelnde Kinder auszuhalten – und vier Stühle mussten abends hinunter in den Wohnbereich und irgendwo im oder vor dem Bus einen guten Platz finden. Kein Problem, wenn ihr zwei Wochen auf einem Campingplatz steht, aber schon schwieriger bei Reisen mit häufigem Ortswechsel, der bei Recherchereisen kaum zu vermeiden ist.

Transport auf dem Fahrradträger

Als die erste lange Tour nach Sardinien anstand, brauchten wir eine Alternativlösung. Sie war grau und etwas unhandlich: in der Fiamma-Packtasche aus Textilmaterial verpackt, landeten Tisch und Stühle auf dem Fahrradträger. Schwimmnudeln und Federballschläger passten auch noch mit hinein. Die Fahrräder blieben zu Hause. Das funktionierte einwandfrei und da wir vom Zelten kamen, empfanden wir die Lösung als komfortabel und gut zu machen. Verglichen mit dem Aufbau eines Familienzeltes war der abendliche Busumbau nur Pipifax!

Bullicamping
Tisch und Stühle stecken in der Tasche auf dem Fahrradträger.
Capo Comino

Beim Umstieg vom VW-Bus auf einen Ford Nugget wurde der Transport von Tisch und Stühlen zur neuen Herausforderung. Der Nugget glänzt durch einen gut aufgeteilten Wohnraum und ein breites Dachbett. Er überzeugt uns auch durch ein funktionierendes Zweiraumkonzept auf engstem Raum. Aber der Stauraum schrumpfte im Nugget im Vergleich zum VW T4. Der einzige denkbare Platz für Tisch und Stühle schien uns der Bereich hinter der Sitzbank und unter dem Küchenblock. Maximalbreite der Tischplatte: 60 Zentimeter. Ein kleinerer Tisch musste her und auch unsere großen bequemen Gartenstühle passten da nicht rein. Was nun?

Staufach im nugget
Das hier ist unser persönliches »Nadelöhr« beim Laden größerer Gepäckstücke. Alles was hier hindurch geht, bleibt schnell und unkompliziert greifbar.

Nach ausführlicher Suche schafften wir ein kompaktes Set von Lafuma an. Jetzt hatten wir einen Tisch und vier Stühle unter der Bank. Um auch nur einen einzigen Stuhl herauszuholen, musste die Sitzbank im Bus ganz nach vorne gezogen werden. Das funktioniert nur, wenn der Bereich vor der Sitzbank im Fahrgastraum komplett frei ist. Bei einem Wohnraum von zehn Quadratmetern und vier Personen ist das nicht sehr realistisch! Meist hieß es also räumen. Immer noch suboptimal!

Ein zerlegbarer Stuhl würde durch die kleinere Öffnung auf der anderen Seite des Faches passen und das Problem lösen. Und so machten wir uns erneut auf die Suche nach einer Lösung. Inzwischen sind wir dabei wohl zu Experten für kleine, leichte Klappstühle mutiert.

Unser Weg zum perfekten Stuhl

Darf ich vorstellen: Helinox Chair One, Helinox Sunset Chair, der Lafuma Campingstuhl und einer unserer bequemen aber riesigen Campingstühle aus dem Gartencenter. Unten seht ihr den Unterschied im Packmaß.
Campingstühle zusammengeklappt

Unsere aktuelle Lösung ist der Helinox-Klappstuhl. Erst war es der kleine Chair One, auf dem man nur knapp über dem Boden schwebt. Ursprünglich angeschafft als Sitzgelegenheit bei unseren mehrtägigen Kanutouren, kam er schnell auch als Sonnensitz zum Einsatz, wenn wir zu faul waren, die großen und zudem eher unbequemen Lafuma-Stühle aus ihrem Fach zu befreien. Schnell folgte der erste Helinox Sunset-Chair in normaler Stuhlhöhe und noch ein bisschen später blieben die Lafuma-Klappstühle einfach zu Hause.

Im Sunset-Chair kann man vergleichsweise bequem in der Sonne lümmeln aber auch noch einigermaßen manierlich am Tisch sitzen. Er ist in Sekundenschnelle aufgebaut und problemlos im Handling – auch noch nach fünf Jahren im ständigen Einsatz. Im zusammengefalteten Zustand wird aus dem Stuhl ein handliches Paket, das wir mit einem Griff unter der Bank herausziehen können. Die Stühle sind außerdem leicht genug, um sie auch mal zum Fluss- oder Seeufer zu tragen oder, um sie zum Sonnenuntergang mit ans Meer zu nehmen. Perfekt. Wir sind zufrieden.

Das Helinox-Konzept ist so überzeugend, das es inzwischen einige Nachahmer gefunden hat. Ihr könnt also zwischen mehreren Stuhlmodellen mit ähnlichem Aufbau wählen.

Die Suche nach dem passenden Tisch

Der Weg zum Tisch
Der neue Falttisch mit faltbarerer Bambusplatte, unser uqip-Mini-Rolltisch für Kanutouren, der kleine Lafuma Campingtisch und unser Erstling, dessen Metallgestänge mit einer Schraube stabil fixiert wird. Da wackelt nichts, aber das Teil ist richtig schwer. Unten seht ihr noch einmal den Unterschied im Packmaß.
Campingtische

Nur um an den Tisch zu kommen, musste die Sitzbank im Campervan jetzt noch nach vorne gezogen werden. Unser Mini-Falttisch aus dem Kanu-Equipment kam als improvisierter Tischersatz für kurze Zwischenstopps ins Gepäck. Er ist klein und wackelig. Für ein komfortables Frühstück also nur mäßig erfreulich, obwohl wir inzwischen nur noch zu zweit daran Platz nehmen müssen. Also weiterhin suboptimal. Was jetzt? Wir legten unseren Lafuma-Tisch tagsüber wieder ins Dachbett. Dort war er besser greifbar. Nachts und am Morgen stand er dann unten in der Küche im Weg herum.

So machten wir uns wieder auf die Suche – diesmal nach einem passenden Tisch mit rollbarer Tischplatte. Denn nur so einer passt durch die Öffnung im Küchenblock und zu den Stühlen unter die Spüle. Die Suche war lange erfolglos, denn die Tische waren uns alle zu klapprig. Bis wir auf ein neues Konzept stießen: einen Campingtisch mit klappbarer Tischplatte. Und hier ist er, unser Neuer!

Der Sunset-Chair ist am Tisch gut einsetzbar und trotzdem bequem zum Lesen und in der Sonne sitzen. Auch aus dem Tisch wird im zusammengeklappten Zustand ein handliches Paket (die schwarze Tasche oben im Bild), das auch in einem kleinen Campervan gut zu verstauen ist.

Die Tasche des Campz Falttisches ist mit 81 x 11 x 16,5 Zentimetern handlich aber doch gut sechs Kilo schwer. Die ausgeklappte Tischplatte hat 80 x 65 Zentimeter und ist aus schnell nachwachsendem, relativ leichtem Bambusholz. Die Alu-Füße sind verstellbar, um Unebenheiten auszugleichen. Der Tisch macht einen robusten, stabilen Eindruck, sieht schick aus und der Preis ist erschwinglich. Er war inzwischen eine erste Saison im Einsatz und hat sich gut bewährt.

Helinox Chair One
Die kleinen Helinox-Stühle und ein niedriger Falttisch sind unsere Komfortausrüstung für Paddel- oder Fahrradtouren. Sie eignen sich aber auch als Minimalausrüstung für Caddy-Camper oder für Reisen mit dem Motorrad.

Das hier sind unsere Kriterien für einen guten Campingtisch:

  • stabile Konstruktion aus langlebigen Materialien
  • verstellbare Tischbeine mit denen man Unebenheiten ausgleichen kann
  • Tischplatte abwischbar und resistent gegen Feuchtigkeit
  • Beine leicht abklappbar, ohne sich dabei die Finger zu klemmen
  • lückenlos zusammenpassende Teile der Tischplatte

3. Hängematte statt Liegestuhl

Hängemattenparadies

Bei der Wahl unseres Stellplatzes geben häufig auch die Bäume in der Umgebung den Ausschlag und das nicht nur wegen des Schattens. Zwei Bäume in Hängemattenentfernung sind perfekt für einen gemütlichen Lagerplatz. Das sanfte Schaukeln der Hängematte ist mir hundertmal lieber als jeder noch so bequeme Liegestuhl, der außerdem in unserem Campervan eh keinen Platz hat.

Unsere Hängematte ist aus Fallschirmseide (Amazonas Silk Traveller) und so besonders leicht und handlich. Wir haben dieses Modell gewählt, weil es mit etwa 350 Gramm Gewicht und kleinem Packmass auch noch in den Rucksack geht. Als Aufhängung dienen zwei lange Spannriemen, die um den Baum geschlungen werden. Sie lassen sich leicht dem Abstand der Bäume anpassen und brauchen, weil das Band breit genug ist, keinen speziellen Baumschutz. Nutzen wir die Hängematte gerade nicht, sind die Spannriemen auch anderweitig verwendbar. Als leichtere Alternative für den Rucksack haben wir spezielle Hängemattenseile, die aber kürzer und somit längst nicht so flexibel sind.

Die Hängematte am Campervan befestigen

Auf stylischen Vanlife-Fotos baumelt die Hängematte gerne zwischen dem Fahrzeug und einem Baum. Sieht cool aus, funktioniert aber bei den meisten Campingbussen nicht ohne spezielle Vorrichtung am Fahrzeug. Auf den ersten Blick bietet sich der Fahrradträger zum Befestigen des Seiles an. Aber Vorsicht! Was bei einer gespannten Wäscheleine kein Problem macht, wird beim Gewicht einer Hängematte schon schwieriger. Die zugelassene Traglast reicht bei vielen Fahrradträgern nicht aus. Zudem zieht das Gewicht einer Hängematte auch noch von der Seite statt, wie bei einem Fahrradträger eigentlich vorgesehen, gleichmäßig von oben zu kommen. Bei uns funktioniert diese Lösung jedenfalls nicht.

4. Küchenequipment im Campervan

Die meisten kleinen Campervans haben eine fest eingebaute Küche mit Zweiflammenkocher, Spüle, Wassertanks und Kühlbox. Unserer auch! Wer einen PKW zum Camper umbaut, sollte dagegen in einen guten Gaskocher investieren. Gut geeignet sind die flachen Kocher mit zwei Gasflammen, bei denen die Gaskartusche über einen Schlauch angeschlossen wird. Wenn ihr etwas kompakteres sucht, solltet ihr euch bei den Sturmkochern (zum Beispiel Trangia oder Primus) umsehen.

Ein Sturmkocherset besteht aus Kocher, Töpfen und einer Pfanne, die ineinander gestapelt sind. Eure komplette Küchenausstattung verschwindet quasi in einem Päckchen vom Format eines großen Topfes. Sturmkocher werden außerdem mit kleineren Schraubkartuschen betrieben, die ebenfalls wenig Platz brauchen. Sie sind durch den integrierten Windschutz sehr schnell, stehen besonders sicher und sind außerdem langlebig und gut zu bedienen. Wir brauchen unseren Trangia Sturmkocher nur für Kanu- und Fahrradtouren. Er ist übrigens seit über 25 Jahren in Betrieb und wir haben nur vor einiger Zeit die früher üblichen Alutöpfe gegen neue mit Hartaneloxierung ersetzt.

Töpfe und Pfanne

Auch in den Schränken im Küchenbereich ist Stauraum nicht so üppig wie in einem großen Wohnmobil. Wir verwenden deshalb ein Set ineinander stapelbare Campingtöpfe ohne Griffe. Es besteht aus zwei Töpfen und einer Pfanne. Der Vorgänger hatte noch einen Topf mehr – einen ganz kleinen – denn wir gerade ab und zu vermissen. Das Handling auf dem Herd funktioniert mit dem üblichen zugehörigen Klappgriff. Der Deckel des großen Topfes hat einen Ausguss fürs Nudelwasser. Mehr braucht man nicht. Die Töpfe werden im Bus längst nicht so strapaziert wie auf Trekkingtouren, sodass wir uns für die Komfortlösung mit Beschichtung entschieden haben. So können wir in den Töpfen auch mal Gemüse anbraten und das Essen hängt nicht an. Unser erstes Set hatten wir fast 20 Jahre in Betrieb und haben es erst letztes Jahr gegen ein neues ersetzt, weil die Teflonbeschichtung doch langsam spröde wurde.

Kuechenequipment
Tassenstapel, Topfset, unsere Ortlieb Faltschüssel und die kleinen scharfen Victorinox Messer mit denen man sogar recht gut Brot schneiden kann.

Faltschüssel

Ein zweites wichtiges Utensil aus dem Outdoorbedarf, auf das wir niemals verzichten würden, ist unsere Ortlieb Faltschüssel. Wir haben sogar zwei – eine mit und eine ohne Griffe. Beide sind fast dreißig Jahre alt und immer noch verwendbar. Die mit Griffen ist unsere Spülschüssel. Sie eignet sich perfekt für den Transport des Geschirrs zu den Sanitäranlagen. Die Zweite ist seltener und nur zum Wäsche waschen im Einsatz.

Teller und Schüsseln

Unzerbrechliche Teller gibt es in großer Auswahl und welche ihr verwenden wollt, ist einfach nur Geschmacksache. Am Anfang hatten wir budgetschonend einen Satz Ikea-Teller und Becher im Einsatz. Das reicht völlig aus. Heute transportieren wir pro Person einen flachen und einen tiefen Teller und ein Müslischälchen. Dazu kommt eine Salatschüssel, ein Holzbrettchen, zwei Korkuntersetzer und ein kleiner Messbecher.

Bullitasse

Tassen und Gläser

Emaille-Tassen mit Bullimotiven sind einfach in. Klar braucht man so ein Lieblingsstück in einem Campervan. Besonders praktisch sind die Teile allerdings nicht. Emaille ist ein guter Wärmeleiter. Füllt ihr den Becher mit einem heißen Getränk, wird nicht nur der Becher, sondern auch noch der Griff heiß – und das in Windeseile. Das ist nur an kalten Tagen im Freien angenehm, wenn ihr einen Handwärmer braucht. Ansonsten verbrennt ihr euch sehr schnell die Finger und der Kaffee wird genauso schnell wieder kalt. Außerdem ist das Material auch noch vergleichsweise empfindlich. Fällt eine Emaille-Tasse herunter, splittert oft die Glasur und euer Schmuckstück kriegt unschöne Macken.

Kunststofftassen sind eigentlich praktischer. Wenn ihr hochwertige aussucht, sind sie auch ganz angenehm zum Trinken. Emaille könnt ihr dafür gut reinigen. Selbst die hässlichen braunen Teeränder lassen sich mit etwas Ausdauer entfernen. Spätestens wenn ihr die Tassen zu Hause in die Spülmaschine stellt, werden sie wieder blitzeblank. Außerdem sind Tassen aus Emaille einfach viel, viel schöner als Plastiktassen! Auch wenn wir sonst eher praktisch veranlagt sind, ein bisschen stylisch mögen wir es doch. Auf unsere Adventure-Bulli-Cups wollen wir tatsächlich nicht verzichten! Wir haben also beides dabei: große Emaille-Tassen und Kunststofftassen als Ersatz. Sie sind etwas kleiner als die Emaille-Tassen und lassen sich in diese hineinstellen. In die Kunststofftasse kommt dann für jede noch ein kleines, französisches Weinglas. Das passt geradeso hinein und ist dort auch gleich gut geschützt.

Besteck

In der Besteckschublade tummelt sich pro Person ein Satz Besteck plus ein Set als Reserve. Dazu Flaschen- und Dosenöffner, ein Korkenzieher und zwei kleine scharfe Messer. Zwei Holzlöffel (wegen den beschichteten Töpfen), die einmal in der Puppenküche meiner Tochter zu Hause waren, und ein winziger Schneebesen. Alles was wir sonst noch zu brauchen meinen, fahren wir meist ungenutzt spazieren.

Messer

Eine echte Entdeckung waren unsere kleinen Küchenmesser von Victorinox. Sie sind nicht teuer und richtig scharf. Sie eignen sich zum Essen, aber auch zum Brot und Gemüse schneiden und passen locker in die Besteckschublade.

4. Mini-Toilette im Campervan

In unserem Fünfmeter-Campervan gibt es wie in jedem normalen Bulli keine Nasszelle. Für ein Porta Potti, das transportable Chemieklo, konnten wir uns nie erwärmen. Warum? Hier steigen wir tiefer in dieses Thema ein.

Wir reisen also ohne WC und ziehen deshalb einfache Campingplätze als Quartier einem Wohnmobilstellplatz vor. Stellplätze kommen nur in Frage, wenn sie auch eine Toilette anbieten oder wenn Sie sehr naturnah liegen. Wir stehen aber auch häufig frei, allerdings auch das nur in naturnaher Umgebung. Für Toilettengänge gelten dann die Outdoorregeln.

Outdoortoilette ohne Tretminen

In unserer Bustür befindet sich – stets greifbar – ein Minispaten. Selbstverständlich ist auch dieser klappbar. Wie bei allen Aktivitäten in der Natur gilt auch bei der Toilette im Wald: Keine Spuren hinterlassen. Exkremente sind in normaler Konzentration für die Natur nicht schädlich, aber keiner tritt gerne in ein Scheißhäufchen. Ob es ein Hund oder Mensch abgelegt hat, ist dabei ziemlich egal. Fast ebenso unangenehm sind die unschönen Ansammlungen aus herumliegendem und nur langsam verrottendem Toilettenpapier. Beides könnt ihr problemlos vermeiden!

Beim Pipimachen nehmen wir das Papier einfach wieder mit, sammeln es gegebenenfalls in einer Papiertüte und entsorgen es im nächsten Müll. Bei größeren Geschäften kommt der Spaten zum Einsatz und alle Hinterlassenschaften inklusive Toilettenpapier werden ausreichend tief vergraben.

Auch wichtig: Verwendet auch draußen richtiges Toilettenpapier. Taschentücher brauchen deutlich länger zur Zersetzung. Feuchttücher aller Art gehören niemals in die Natur. Auch nicht, wenn ihr sie vergrabt.

Hilfsmittel Mini-Toilette
Klappspaten und Pieselhilfen für Frauen. Ein delikates Thema. Aber sehr sehr wichtig, damit Campervans auf freien Plätzen nicht zum Ärgernis werden.

Hilfsmittel für eine improvisierte Toilette

Beim Pipimachen in der Natur haben Männer definitiv einen Vorteil. Für Frauen gibt es aber Hilfsmittel (Frauenurinal), die es möglich machen, ebenfalls im Stehen zu pieseln, statt mit nacktem Po in der Natur zu hocken und dabei hilflos den hungrigen Mücken ausgeliefert zu sein. Sie variieren von einer einfachen Plastikrinne bis zum anatomisch geformten Trichter aus weichem Kunststoff. In Kombination mit einem kleinen, sicher zuschraubbaren Kanister mit großer Öffnung ermöglichen sie auch das »kleine Geschäft« im Campervan, wenn in der Nacht der Weg zu den Sanitäranlagen zu weit ist oder statt Toilette nur eine V/E-Station zur Verfügung steht.

Urin entwickelt schnell einen beißenden Geruch. Wenn ihr also sicher seid, dass ihr den Inhalt eures Kanisters in eine Toilette oder eine V/E und nicht in die Natur entlassen werdet, könnt ihr den Geruch mit ein paar Tropfen Handspülmittel neutralisieren, die ihr einfach in den Urin tropft. Das funktioniert erstaunlich gut.

Kildwick MiniLoo
Das Kildwick MiniLoo ist eine umweltfreundliche Alternative zum Porta Potti

Eine Trenntoilette im Campervan

Sehr spannend finden wir auch die neue Trenntoilette »MiniLoo« der jungen Leipziger Firma Kildwick. Sie ist in einer Holzbox untergebracht, die nur wenig mehr Platz braucht als ein Porta Potti. Mit zugeklappten Deckel kann sie als Sitzplatz genutzt werden. Nachdem in diesem Sommer durch die Corona-Kontaktbeschränkungen Autarkie im Campervan eine ganz andere Relevanz hat, als in anderen Jahren, werden wir die mobile Trenntoilette in diesem Sommer für euch testen. Unseren Bericht findet ihr hier. Vielen Dank an Kildwick für diese Kooperation.

Transparenzhinweis zum Thema Werbung: Alle Ausrüstungsgegenstände, die wir in diesem Artikel vorstellen haben wir im Laufe der Jahre selbst angeschafft und komplett bezahlt. Wir empfehlen sie ausschließlich aus Überzeugung und ohne einen Nutzen daraus zu ziehen. Eine Gegenleistung der genannten Hersteller gab und gibt es nicht.

Nur das MiniLoo wurde uns von Kildwick kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Wir haben diese Kooperation aber aus persönlichem Interesse selbst angefragt und werden hier ohne Zensur berichten, wie die mobile Trenntoilette sich in unserem Reisealltag bewährt.

Weitere Artikel aus der Naturzeit Vanlife-Serie:

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Das sind unsere neuen Unsere Vanlife-Projekte für 2020 und 2021

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Kanubiwak Loire

Outdoor-Abenteuer mit Kindern

Frische, klare Luft und Vogelzwitschern. Der Boden unter unseren Füßen federt sanft und um uns herum ist alles grün. Natur tut einfach gut. Sie bringt uns weit weg von der Alltagshektik und dem Lärm der Zivilisation, den Anforderungen von Job, Kita und Schule. Tief durchatmen, sich nur noch um elementare Dinge kümmern, abschalten und einfach ein bisschen langsamer leben. Wenigstens für eine kurze Zeit!

Ihr liebt es in der Natur zu sein und träumt davon kleine und große Outdoor-Abenteuer mit euren Kindern zu erleben?

Auf eine Kanutour mit Zeltplatz und Lagerfeuer am Wasser, eine Wanderung durch die norwegische Weite oder eine erste kleine Bergtour mit Übernachtung auf einer Hütte? Ihr möchtet mehrere Tage in den Bergen unterwegs sein oder, statt mit Auto oder Flugzeug, einfach mal mit dem Fahrrad verreisen?

Dann seid ihr hier genau richtig! Denn genau darum geht es in unserem neuen Naturzeit Familienreiseführer »Trekkingträume für Familien«. Das Buch eignet sich also sowohl für Outdoor-Anfänger als auch für erfahrene Outdoor-­Fans, die vor der Herausforderung stehen, ihr liebstes Hobby mit ihren Kindern zu teilen.

Outdoor-Abenteuer: Fahrrad, Wandern, Kanu
Bei dem Begriff »Trekkingtour« denkt man ja zuerst einmal an mehrtägige Wanderungen. Es ist aber bei den meisten Kindern nicht so einfach, sie für lange Fußmärsche zu begeistern. Und
wie bitte transportiert man die Ausrüstung für vier Personen in zwei Wanderrucksäcken?
Fahrrad und Kanu sind ziemlich gute Alternativen, wenn ihr als Familie hinaus in die Natur wollt.

Vom Mikroabenteuer zur Trekkingtour

Wir stellen euch mit unseren »Trekkingträumen« verschiedene Möglichkeiten vor, wie ihr mit Kindern Auszeiten in der Natur verwirklichen könnt. Denn Outdoor-Abenteuer mit Kindern sind zwar möglich, sie sind sogar etwas ganz Besonderes, unterscheiden sich aber doch deutlich von Touren für Große. Nehmt ihr eure Kinder mit auf Trekkingtouren, werden eure Tagesetappen kürzer und jeder sportlicher Ehrgeiz ist leider völlig fehl am Platz. Outdoortouren mit Kindern sind eher so etwas wie Teambuilding und Erlebnispädagogik und das ist auch ihr ganz besonderer Wert. Eine Familientour soll sich nach Abenteuer anfühlen und intensive, positive Erinnerungen hinterlassen und wird euch im besten Fall zu einem starken Familienteam zusammenschweißen. Dazu sind kreative Ideen hilfreich und ein bisschen Handwerkszeug, das wir versuchen euch in diesem Buch zu vermitteln.

Know-how für Outdoor-Abenteuer
Know-How für Outdoortouren: Die richtige Ausrüstung und Kleidung, eine Tour planen, Orientierung unterwegs, Kinder motivieren, Spiele in der Natur, Zelten bei Sonne und Regen, im Freien kochen, ein Feuer machen und vieles mehr, sind die Themen im ersten Teil des Buches.

Wenn ihr erst als Familie entdeckt, dass Bewegung und Leben in der Natur einfach gut tun, liefern wir euch auch das allgemeine Basiswissen zu Ausrüstung und Planung einer Mehrtagestour. Dazu kommen dann spezielle Tipps und Ideen für entspannten Outdoorspaß mit Kindern.

Als weitere Starthilfe haben wir 25 konkrete Tourenvorschläge mit einer Dauer von zwei bis sechs Tagen für euch zusammengestellt.

25 Outdoor-Abenteuer für Familien
25 Trekkingtouren für Familien
Unsere 25 Familien-Outdoor-Abenteuer haben wir, wie immer, persönlich für euch getestet.
Sie sind genau beschrieben und mit Übersichtskarte ergänzt. Elf der Tourenvorschläge befinden sich an Zielen in Deutschland, die anderen findet ihr in Frankreich (inklusive Korsika), Norditalien, Slowenien, Norwegen, Schweden und auf der dänischen Insel Bornholm.

Das Team

Das Team
Von links nach rechts: Andrea und Stefanie mit Esel Tasman, Regina mit ihren Kids Joshua und Joana sowie Thorsten und Johanna in voller Fahrradmontur. Nicht im Bild: Papa Lars und die die Junior-Radlerinnen Alma und Greta, die ihr aber oben auf den Bildern seht.
Bild vom Buch

Die »Trekkingträume« sind im Teamwork entstanden. Sie sammeln und mischen die Outdoor-Erfahrung und das Know-How von drei Familien und aus gut 15 Jahren Familienreisezeit.

Die Kinder der drei Autorinnen sind in ganz unterschiedlichem Alter. Stefanies Kinder sind bereits erwachsen und planen ihre eigenen Reisen, während die Outdoorzeit von Johannas Familie gerade erst beginnt. Reginas Kids werden gerade zu Teenagern und schauen auf eine reiseintensive Kindheit mit einigen recht außergewöhnlichen Trekkingtouren zurück, die sie auch nach Südafrika, Marokko und in die Nationalparks der USA führten. Jede der drei Familien liebt es, draußen unterwegs zu sein, und hat ihren ganz eigenen Weg in die Natur gefunden.

In den Trekkingträumen teilen wir nicht nur Wissen und Erfahrungen aus eigenen Touren, sondern auch Ideen und Reisegeschichten. Wir möchten euch Anregungen mitgeben und damit Mut und Lust machen, eure eigenen Outdoor-Abenteuer mit Kindern anzugehen. Es lohnt sich!

Hier geht es zur Leseprobe

Das Buch bestellen?

Mit dem WOMO Verlag im Baltikum

Unsere Wohnmobil-Reiseführer

Wir schreiben nicht nur für unseren eigenen Naturzeit Verlag, sondern sind auch als Autorinnen für den WOMO-Verlag unterwegs, der sich auf Wohnmobil-Reiseführer spezialisiert hat. Ihr findet in allen Büchern der WOMO-Reihe eine bunte Mischung an Ausflugstipps, Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Infos zum Land und natürlich vor allem die besten Stellplätze für Campervans und Wohnmobile.

Kartenansicht
Links seht ihr die Übersichtskarte aus unserem neuen Wohnmobil-Reiseführer für Südwest-Frankreich, rechts die Karte für die erste Tour in der alle Stellplätze eingetragen sind. Die Symbole verraten euch auf den ersten Blick, ob ihr es mit einen Campingplatz, einem offiziellen Wohnmobilstellplatz oder einem freien Übernachtungsplatz zu tun habt.

Die Plätze sind detailliert beschrieben und mit GPS-Daten und Anfahrtsbeschreibung problemlos zu finden. Alle Reiseführer des WOMO-Verlages werden in regelmäßigen Abständen (drei bis vier Jahre) komplett aktualisiert. Dazu sind wir Autorinnen und Autoren vor Ort unterwegs und nehmen jeden Stellplatz erneut unter die Lupe.

Das hier sind unsere Wohnmobil-Reiseführer:

Mit dem Wohnmobil nach Mecklenburg-Vorpommern

Teil 1: Mecklenburgische Seen und Wismarer Bucht

Dieses Buch deckt den westlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns ab. Dazu gehört auch die Mecklenburgische Seenplatte, die nicht umsonst das »Land der Tausend Seen« genannt wird. Viele kleine, naturbelassene Campingplätze bringen Camper ganz nahe ans Wasser und mitten in wenig berührte Natur. Noch besser kann man die verzweigte Wasserlandschaft der Mecklenburgischen Seen nur mit dem Boot erkunden.

Östlich der Müritz liegt ein weiteres reizvolles Ziel für Naturfreunde. Im Müritz Nationalpark brüten Kranich und Fischadler, am Himmel zieht der Seeadler seine Kreise und an den Flüssen sind Eisvogel, Biber und Fischotter zu Hause. Ein gut markiertes Netz von Wander- und Fahrradwegen macht es einfach, den Park zu erkunden.

An der Küste lernen wir in diesem Band über den mecklenburgischen Teil der Region die Orte westlich der alten Hansestadt Rostock kennen. Hier gibt es einige schöne, wenig bekannte Badeziele wie die kleine Insel Poel, deren Namen viele nicht einmal kennen, und das gemütliche Ostseebad Rerik.

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WOMO Mecklenburg Ost

Mit dem Wohnmobil nach Mecklenburg-Vorpommern

Teil 2: Vorpommern mit den Inseln Rügen und Usedom

Auch wenn der Wind manchmal alles durcheinander wirbelt und pechschwarze Wolken über den Himmel ziehen: In der Nebensaison ist die Ostsee noch schöner als an warmen Sommertagen. Jenseits der Badesaison kann man auch auf Rügen oder Usedom über einen menschenleeren Strand spazieren, freche Möwen beobachten, wie sie durch die Wellen tanzen oder sich von Windböen tragen lassen und findet hinterher immer auch ein geöffnetes Café, um sich wieder aufzuwärmen.

Wird es dann Sommer, steht der Strand voller bunter Windsegel und alle Strandkörbe sind mit Handtüchern und bunten Taschen bestückt. Die Ostsee mutiert zum großen türkis getönten Plantschbecken, das an seinen schönsten Stellen sogar ein wenig ans Mittelmeer erinnert.

Das Meer hat eine Faszination, der sich nur wenige entziehen können. Und doch ist Mecklenburg-Vorpommern viel mehr als nur eine Küstenregion. Etwas abseits der feinen Sandstrände warten stille Flusstäler, die man mit dem Boot erforschen kann, uralte Buchenwälder, ein verträumtes Land mit unendlich vielen großen und kleinen Seen, mächtige Alleen und schöne alte Städte mit prunkvollen Kirchen, kunstvoll aus rotem Backstein erbaut.

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WOMO Schweiz West

Mit dem Wohnmobil in die Schweiz

Teil 1: Der Westen

Matterhorn, Jungfrau und Eiger sind lokale Berühmtheiten im Zentrum der Schweiz, nicht nur in Bergsteigerkreisen. Jenseits solcher großen Ziele finden Naturfreunde und Wanderer zwischen hohen Berggipfeln stille verwunschene Täler und malerische Bergseen, Wasserfälle und einen unvergleichlichen Gipfelblick über ein Meer von Bergspitzen. Ein gut ausgebautes Bergbahnnetz erlaubt auch den weniger Sportlichen manch intensives Gipfelerlebnis. Die Wanderung zum Aletschgletscher, dem größten Gletscher des Alpenraumes, bleibt unvergessen. Genauso wie der Übernachtungsplatz am rauschenden Bergbach am Ende des abgelegenen Lötschentales oder auf der Höhe des Grimselpasses mit dem Blick in eine karg-raue Hochgebirgslandschaft.

Und doch hat die Schweiz mehr zu bieten als Bergeinsamkeit. Stimmungsvolle Altstädte mit gut erhaltener mittelalterlicher Bausubstanz zum Beispiel. Die Altstadt von Bern gehört sogar zum UNESCO Weltkulturerbe. Kunstinteressierte Reisende können unter einer beinahe unerschöpflichen Auswahl von Museen wählen und Freunde futuristischer Architektur finden so manches interessante Objekt. Die Region am Genfer See oder Lac Léman mit palmengesäumten Uferpromenaden ist als Reiseziel wohlbekannt.

Die grünen Hügel des Jura sind dagegen eher ein »Geheimtipp«. Die wenig zersiedelte Landschaft an den Schleifen des Flüsschens Doubs ist ein besonderes Ziel für Naturfreunde und verfügt zudem über eine gute Infrastruktur für Wohnmobile. Sie gehört neben dem Hochgebirge zu unseren absoluten Lieblingsregionen in diesem Buch.

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WOMo Schweiz Ost

Mit dem Wohnmobil in die Schweiz

Teil 2: Der Osten

In unserem Nachbarland im Süden war eigentlich fast jeder schon einmal – zumindest auf der Durchreise. Die majestätischen Bergriesen mit ganzjährig schneebedeckten Gipfeln werden dabei – schwupp – in Minutenschnelle im Tunnel durchquert. So begann auch unsere Beziehung zur Schweiz. Dann lockten uns rechts und links der Strecke alte Burgen, schöne Orte und natürlich die Schlucht der Via Mala von der viel befahrenen Autobahn.

Die erste richtige Passfahrt durch die Wolken über Oberalp- und Furkapass, war eine Offenbarung. Für dieses Buch sind wir dann einen Pass nach dem anderen gefahren und glaubt uns: Jeder ist anders. Ein grünes Naturparadies lockt am Lukmanier, am Gotthardpass sind wir bei unserer Wanderung zu den Laghi di Orsirora mitten im Juli im Schnee herumgestapft, um nur wenige Tage später im glasklaren Lägh da Cavloc am Malojapass zu baden. Besonders eng und kurvig geht es am Splügen- und am Albulapass zu. Egal welche Strecke ihr wählt: das Hochgebirge ist ein starkes Erlebnis.

Im Engadin ist im Sommer der Schweizer Nationalpark ein Ziel, das vor allem Wanderer entzücken wird. Ein echtes Highlight zum Wandern ist auch das Alpsteinmassiv im verträumten Appenzell oder das stille Tal der Surselva zwischen Chur und Andermatt.

Aber auch im Osten der Schweiz erwartet euch mehr als Bergeinsamkeit. Die schmucken Städte am palmenbestandenen Lago Maggiore und am Lago di Lugano sind schon an Ostern ein lohnenswertes Ziel. Ebenso berühmt sind die Täler der Maggia und der Verzasca im Tessin mit tiefblauen Flussgumpen und urigen Steinhäusern. Die stimmungsvolle Stadt Luzern am Ufer des Vierwaldstätter Sees gehört zu den besonders beliebten Zielen und bietet so wie das nahe Zürich eine beinahe unerschöpfliche Auswahl an Museen.

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WOMO Südewestfrankreich

Mit dem Wohnmobil nach Südwest-Frankreich

Dordogne, Lot und südliche Atlantikküste

Das Périgord, die Region zwischen den Flüssen Dordogne und Vézère, lernen viele Deutsche mehr zufällig auf dem Weg in den Sommerurlaub an der Atlantikküste kennen. Die Fahrt zum großen Ozean ist einfach zu weit, um ohne Pause durchzufahren. Doch wer einmal in die Landschaft zwischen Walnussbäumen, schroffen Klippen, mittelalterlich anmutenden Dörfern, Burgen und dem sanft mäandernden Fluss eingetaucht ist, den zieht es immer wieder hierher zurück. Käse, Wein, Trüffel, Gänseleber, Ente oder Walnusstörtchen – auch die Spezialitäten der Region tragen zum Wohlbefinden bei. Kein Wunder, wenn einige Reisende auf dem Weg zum Meer einfach hier hängen bleiben.

Aber auch auf dem Rest unserer Runde durch den Südwesten Frankreichs gibt es viel zu entdecken. Die Landschaft in den einzelnen Regionen unterscheidet sich sehr. Eine gute Tagesreise bringt uns durch das berühmteste Weinbaugebiet Frankreichs nach Bordeaux, durch das Médoc und dann die Küste hinunter. Der Atlantik versteckt sich meist hinter einem breiten Dünengürtel und einem Kiefernwald, der das Festland vor dem Ozean und dem heftig pustenden Wind beschützt. Davor liegt ein endloses Sandband, das nur an den wenigen Küstensiedlungen viele Badegäste anzieht. Am Bassin von Arcachon, einer zum Meer hin fast komplett geschlossenen Bucht mit flachem Wasser, werden Austern gezüchtet.

Erst im Süden bei Biarritz wird die Küste felsig, besteht aus Klippen sowie Sandbuchten und ist dicht besiedelt. Bei Saint-Jean-de-Luz im französischen Baskenland treffen wir dann auf die spanische Grenze und auf die ersten Ausläufer der Pyrenäen. Am Rand der Berge liegt das kleine Dorf Saint-Jean-Pied-de-Port. Es ist die letzte französische Station am Jakobsweg, der dann über die Berge nach Spanien führt. Wir aber folgen der Route der Jakobswanderer zurück nach Norden durch das Departement Gers bis zum Lot und entdecken immer wieder schöne Orte, alte Bastiden und ein wenig touristisches, manchmal leicht verschlafenes Frankreich. Zum Abschluss bietet dann die Region um die Pilgerstadt Cahors noch einmal landschaftliche und kulturelle Höhepunkte.

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Mit dem Wohnmobil in die Pyrenäen

Eine Reise durch die Pyrenäen ist eine Reise von Meer zu Meer. Von den sanften Stränden des Mittelmeeres geht es zur rauen Atlantikküste und unsere Route führt dabei mitten durch das Hochgebirge. Die 430 km lange Gebirgskette der Pyrenäen trennt die Iberische Halbinsel vom Rest Europas. Der höchste Berg ist der 3.404 Meter hohe Pico de Aneto im spanischen Maladeta-Massiv. Viele weitere Gipfel im Zentrum des Gebirges überschreiten die 3000-Meter-Grenze und einige wenige sind noch vergletschert. Die französisch-spanische Staatsgrenze verläuft meist direkt auf dem Bergkamm. Unsere Route quert die Berge mehrfach auf bis zu 2000 Meter hoch gelegenen Pässen und wechselt stetig zwischen Frankreich und Spanien.

Trotz der großen Höhe haben wir die Pyrenäen als vergleichsweise sanftes Gebirge erlebt. Die meisten Straßen sind gut ausgebaut und problemlos zu befahren. Viele leicht erreichbare Parkplätze in Höhenlagen machen es einfach, bei Wanderungen in das wilde, karge Gebiet oberhalb der Baumgrenze vorzudringen. Sie bieten zudem viele ungewöhnliche Stellplätze in schönster Bergeinsamkeit. In den Pyrenäen soll es inzwischen auch wieder frei lebende Braunbären geben, denen wir aber sicher nicht begegnen werden. Allgegenwärtig sind dagegen die in Gruppen am Himmel kreisenden Gänsegeier, die ebenfalls in kaum einer anderen Region Europas heimisch sind.

Die kulturellen Highlights der Pyrenäen finden wir eher am Rand der Berge. Meist sind es alte Gemäuer wie die Burgen der Katharer, trutzige Festungsbauten aus dem Mittelalter oder die romanischen Kirchen und Klöster, die faszinieren. Noch älter sind die Zeichnungen in der Grotte von Niaux, die durchaus mit den berühmten Höhlenzeichnungen von Lascaux oder Altamira mithalten können, aber im Gegensatz zu diesen, heute noch im Original zu sehen sind. Außerdem gibt es mehrere Tropfsteinhöhlen, aufregende Schluchten und manches schöne alte Dorf zu entdecken.

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WOMO Baltikum

Mit dem Wohnmobil ins Baltikum

Litauen, Lettland, Estland

Kilometerlange menschenleere Ostseestrände, Burgruinen, ausgedehnte Wälder mit uralten Bäumen, Bretterpfade durchs Moor, ein Abend in der Sauna, schöne Altstädte mit gut erhaltener Stadtmauer oder prunkvollen Jugendstilhäusern, lange helle Sommernächte und ein einsamer Stellplatz direkt am Meer – das könnte euch gefallen? Dann werdet ihr eine Reise durch die baltischen Länder lieben.

Litauen, Lettland und Estland werden von uns Westeuropäern zwar gerne als Baltikum vereinheitlicht, sind aber eigentlich drei ganz unterschiedliche Länder mit eigener Kultur und Sprache. Estland ist stark skandinavisch geprägt: Mit vielen bunten Häusern, unzähligen kleinen Buchten und einer tollen Infrastruktur für Wanderer. Lettland hat die schönsten Ostseestrände: kilometerlang, einsam und streckenweise schwer zugänglich. Im katholisch orientierten Litauen gibt es unzählige alte Kirchen und besonders kunstvolle, ausdrucksstarke Holzskulpturen. Aber das ist nur ein erster schneller Blick auf unsere drei Reiseländer.

Vieles haben die baltischen Länder auch gemeinsam. Ihr kulturelles Zentrum sind die Hauptstädte: Vilnius, Riga und Tallinn. Jede hat eine gepflegte Altstadt mit gut erhaltener Bausubstanz und ihren ganz eigenen Charakter. Es ist schwer zu entscheiden, welche die schönste ist. Alle drei gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.

Abseits der wenigen großen Städte sind die baltischen Länder dünn besiedelt und ihr findet leicht stille Plätze in der Natur. An Wochentagen steht ihr oft ganz alleine am Seeufer oder am Meer, an den Wochenenden zieht es auch die Einheimischen in die Natur und auf die schönen kleinen Zeltplätze. Dann wird hier mit Kind und Kegel gepicknickt, gegrillt, gefeiert und im Zelt übernachtet und schon zum Frühstück brennt das Grillfeuer erneut. Der unbestrittene Höhepunkt des baltischen Sommers ist die Mittsommernacht, in der an riesigen Feuern die ganze Nacht getanzt, gesungen und getrunken wird. In Estland wird es zu dieser Zeit kaum richtig dunkel und die Nächte am Meer haben etwas zauberhaftes. Im Juli und August sind dann die Wälder voller Blaubeeren und Pilze und wir wähnten uns beinahe im Schlaraffenland.

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Wandern in der Bretagne

Wandern in der Bretagne

Die Bretagne liegt im Nordwesten Frankreichs und ragt weit in den Atlantik hinein. So ist die eher dünn besiedelte Region beinahe vollständig von Wasser umgeben. Während sich im Westen der raue Atlantik mit Wucht gegen Felsen und Klippen wirft, zeigt die von starken Gezeiten geprägte Nordküs­te am sanfteren Ärmelkanal einen ganz anderen Charakter.

Bei 2700 Kilometer Küstenlinie sind die Möglichkeiten für alle Wassersportarten in der Bretagne besonders gut. Zu den beliebtesten gehören Surfen und Segeln. Die Region ist mit ihren langen Sandstränden aber durchaus auch ein beliebtes Badeziel – auch wenn es im Hochsommer meist deutlich kühler bleibt als am Mittelmeer.

Strände in der Bretagne

Wandern an der Küste und im Landesinneren

Typisch für die Bretagne sind außerdem schnelle Wetterwechsel, die schon ein wenig an die nahem britischen Inseln erinnern. Die Winter sind durch den nahen Golfstrom meist eher mild. Wandern ist in der Bretagne also durchaus eine angenehme Betätigung. So führt einer der großen französischen Weitwanderwege immer an der Küste einmal um die bretonische Halbinsel. Viele unserer Tourenvorschläge folgen dem Zöllnerpfad, der die Wegnummer GR34 trägt, abschnittweise.

Küstenweg Bretagne
Der GR34 verläuft streckenweise auf alten Kontrollpfaden der Zöllner

Aber auch im Landesinneren sind schöne Wanderrunden zu finden. Sie führen durch verwunschene Wälder, wilde Moore und zu Menhiren und Steinreihen aus der Steinzeit, für die die Bretagne so berühmt ist. Zu Fuß lernt ihr die wilde Landschaft noch einmal ganz anders kennen.

Die Bretagne bietet ein ideales, nicht allzu schwieriges Terrain zum Wandern. Die Wege sind meist in gutem Zustand und, mit Ausnahme einiger Kaps im Finistère, nicht zu geröllig. Der höchste Berg misst 385 Meter, Wanderer müssen also auch nicht mit langen Steigungen kämpfen. Nichtsdestotrotz kommen im Küstenbereich durch das ständige Auf- und Ab einige Höhenmeter zusammen.

Megalithkultur und Legenden

Familienurlaub in der Bretagne

Aufgrund ihrer großen Vielseitigkeit eignet sich die Bretagne ideal für einen aktiven Familien­urlaub. Hier lassen sich ent­spann­tes Nichts-Tun und Strand-­­­Relaxen perfekt verbinden mit kurzen Wanderungen, Felsen­klettern, im flachen Wasser planschen, kleinen Besichtigun­gen und einem Ausflug zum nächs­ten Markt. Dass es hier im Hochsommer nicht so heiß wird wie weiter im Süden, kommt vor allem Familien mit jünge­ren Kindern oft entgegen.

Wald von broceliande
Wandern mit Kids

Camping in der Bretagne

Viele der Wandervorschläge in unserem Naturzeit-Buch könnt ihr direkt an einem Campingplatz beginnen. Vor allem für Fans kleiner, einfacher Plätze nahe am Meer findet sich an der bretonischen Küste viel Auswahl. Der Camping Municipal, der typisch französische Gemeindecampingplatz, ist in vielen der kleinen Orte am Meer noch zu finden und auch Stellplätze für Wohnmobile sind gut vertreten. Im Anhang des Buches stellen wir euch die Campingplätz in der Nähe unserer Wanderungen kurz vor.

Wer die Bretagne mit dem Wohnmobil oder Campervan erkunden möchte, findet umfassendere Informationen für Camper, ergänzende Infos und auch freie Stellplätze im Wohnmobilreiseführer Bretagne unserer Kollegen Franz-Peter Tschauner und Anette Scharla-Dey, der im WOMO Verlag erschienen ist.

Naturzeit aktiv Bretagne

>> Hier geht es zum Naturzeit Buch

>> Weitere Reiseziele in Frankreich

Naturzeit goes to Afrika?

Nicht wirklich, aber eigentlich doch. Wer die Naturzeit-Reiseführer kennt, weiß, dass wir eher Europareisende sind – aus Überzeugung und weil unser Campingbus nicht fliegen kann. Doch hier liegt jetzt der zweite Reisebericht des Naturzeit Verlages vor mir auf dem Tisch. Er entführt uns nach Afrika. Und er ist genauso ungeplant entstanden, wie das erste Buch der Reihe Naturzeit-Reise-Abenteuer. Der Weg zu »Hakuna Matata« begann mit einer Begegnung, großartigen Fotos und der Vermittlung einer Freundin…

Namibia – das Land der weiten Horizonte

Roadtrip durch Afrika

Das war im letzten Winter und wir waren auf einem Bildvortrag – in unserer Freizeit und aus persönlichem Interesse. Zwei Frauen erzählten hier über eine ungewöhnliche Reise. Mit ihrem Landrover namens »Blaue Elise« waren Stefanie und Birgit ein ganzes Jahr im Süden und Südosten Afrikas unterwegs. Sie bauten ihren Landy selbst zum Camper aus, lernten Offroad-Fahren und Campen. Nach vier Jahren Vorbereitung war es so weit: Die beiden kündigten ihre Jobs als Journalistin und Ärztin für Psychotherapie und verschifften ihre »Blaue Elise« nach Kapstadt. Hier beginnt im Dezember 2017 ihre große Reise, von der die beiden, jede aus ihrer Sicht, in »Hakuna Matata« berichten.

Steffi und Birgit in Afrika.
»Stefanie zieht es von ihrem Naturell her nach Afrika. Sie liebt das Wilde und Ursprüngliche. Das Chaos und die Extreme. Leben und Tod liegen hier viel dichter beieinander. So scheint es. Und gerade durch die Präsenz des Todes wird das Leben intensiver.«

Zwei Frauen, eine Reise

Die Blickwinkel sind unterschiedlich. Der Fokus der Psychotherapeutin unterscheidet sich schon naturgemäß von dem der Journalistin. Es ist Stefanies Faszination für Afrika, einen der wildesten und ursprünglichsten Kontinente der Erde, der den Ausschlag gab für das Reiseziel. Auf eigene Faust auf Safari gehen, Spuren suchen, Tiere beobachten und fotografieren ist ihre große Leidenschaft. Afrika und seine Menschen faszinierten sie schon als Schülerin.

Birgit ist da etwas vorsichtiger. Und wenn eine Psychotherapeutin über eine Reise erzählt, spielt nicht nur der Blick auf das Land eine Rolle. Denn schließlich ist jede Reise auch ein Weg zu uns selbst. Was mache ich mit meiner Angst? Was macht die Reise mit uns und unserer Beziehung? Wie verändern uns ein Jahr Auszeit, Begegnungen unterwegs und die völlig andere Lebenseinstellung der Menschen in Afrika?

»Seit den Drakensbergen fühle ich mich ruhiger und entspannter. So als hätte ich verstanden, richtig verstanden, dass all meine Ängste mich nicht beschützen, sondern nur blockieren.«
  • Hakuna Matata

»Hier in der Serengeti sind wir recht pragmatisch geworden, konzentriert aufs Wesentliche. Der Reservereifen wohnt im Moment im Auto auf unserem Sofa, da der Dachgepäckträger nicht mehr existiert. Unser Kühlschrank funktioniert leider nur noch bei laufendem Motor. Sobald wir stehen, wird das Bier warm. Dafür sind die Duschen in der Serengeti kalt. Unsere Vorräte gehen zur Neige. Wir essen überwiegend Trockenfutter und Nudeln. Doch das alles macht uns nichts, denn wir haben ein Ziel: die Great Migration der Gnus.«

Hakuna Matata

Hakuna Matata

Der schwarze Kontinent hält viele Höhepunkte aber auch so manche Herausforderung für die Beiden bereit. Ihre Erlebnisse reichen von der Konfrontation mit einem Buschbrand, Sandpisten, Schlaglöchern und technischen Problemen, über ein Nashorn am Mittagstisch und Elefanten neben dem Landy bis zu unberechenbaren Polizeikontrollen. In Afrika begegnet man solchen Kleinigkeiten vorzugsweise mit Gelassenheit: »Hakuna Matata« – Alles kein Problem. Und genau das soll auch zu einer der wichtigsten Erfahrungen dieser Reise werden…

Hakuna Matata

»Abends entfachen wir ein schützendes Lagerfeuer. Der Geruch von brennendem Holz, das Knistern, die fliegenden Funken, mein Blick versunken in die Flammen. Das schafft mittlerweile ein Gefühl von Geborgenheit. Am Horizont ziehen dunkle Wolken auf. In der Ferne erhellen Blitze die Dunkelheit. Donner grummelt leise. Es ist Buschfeuersaison. Doch die Distanz nimmt die Bedrohung. Wir genießen dieses Naturkino und rutschen tiefer in unsere Stühle. Wir wissen, afrikanischen Urgewalten kann man nichts entgegensetzen. Trotzdem sind Ängste und Sorgen einem tiefen Vertrauen gewichen. Vertrauen darauf, dass passiert, was passieren soll.«

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>> Weitere Infos über das Reisen in Afrika und den Ausbau eines Landrovers zum Campervan findet ihr auf Steffis und Birgits Blog Giraffe13